Vorankündigung: Die Legende von Brechts Landhaus in Utting

In Zusammenarbeit mit Margret Brademann, der Leiterin des Brecht-Weigelhauses in Buckow bei Berlin, wird die Ausstellung über die Geschichte zu Brechts Landhaus in Utting voraussichtlich im Herbst 2020 im Raum B1 gezeigt werden.

Informationen zur Ausstellung zum Anhören

Geweih neu inszeniert

Die Objektkünstlerin Matilde Reymendt gibt toten Gegenständen wie Schweinefüßen und Geweihen postum Würde zurück. Ausstellung im B1

Ammersee Kurier, Freitag 6. März 2020

VON DAGMAR KÜBLER

Utting – Die Objektkünstlerin Matilde Reymendt gibt toten Gegenständen wie Schweinefüße und Geweihen postum Würde zurück – Ausstellung im B1. 30 Jahre waren die Landsbergerin Matilde Reymendt und ihre Objektkunst in München ,,im Exil“, nun ist Reymendt alias ,,mariamaggdalena“ wieder in die Heimat zurückgekehrt und stellt erstmals in einer Einzelausstellung im B1 in Utting aus.

Einen Anklang an Heimat scheinen im ersten Moment die Geweihe zu geben, die Hauptdarsteller der ,,Auf ewig Geweiht” betitelten Ausstellung, findet man sie landläufig doch häufig an Gartenhütten, in traditionellen Wirtschaften neben Schießscheiben oder als Kleiderhaken, verdeckt vom Lodenmantel. Den hat Reymendt entfernt mitsamt dem üblichen Klischee der Jagdtrophäe. Sie hat das Geweih neu und ungewöhnlich inszeniert, mit Dingen, die man eben so findet und die man brauchen kann, wie Reymendt sagt.

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Ausstellung über Gruppe 47 in Utting

Süddeutsche Zeitung, Starnberg, Kultur, 5. November 2019


Ausstellung über Gruppe 47 in Utting

Die Nobelpreisträger Heinrich Böll, Günter Grass und Peter Handke waren noch nicht dabei – und auch Literatur-Förderpreise verlieh die Gruppe 47 damals noch nicht. Dennoch spielt Utting in der Historie des deutschsprachigen Schriftstellertreffens keine unbedeutende Rolle: Mit dem sechsten Treffen von 14. bis 16. Oktober 1949 endete dort die Konstitutionsperiode des Autorenkreises, den Hans Werner Richter zwei Jahre zuvor ins Leben gerufen hatte. Erklärtes Ziel der Literaten und Publizisten war, eine Erneuerung des deutschen geistigen Lebens nach der NS-Diktatur herbeizuführen. Zur Tagung im damaligen Café Bauer an der Uttinger Bahnhofstraße fanden sich fast 40 Teilnehmer ein – darunter auch Luise Rinser, die nur dieses eine Mal bei der Gruppe 47 las. Der Uttinger Künstler und Fotograf Harry Sternberg erinnert nun mit einer Ausstellung an das Treffen vor 70 Jahren: In den Exponaten im Raum B1 am Uttinger Bahnhofsplatz werden die Anfänge der Nachkriegsliteratur und die Existenzsorgen der Autoren illustriert. Die Ausstellung ist am Sonntag, 10. November, nochmals von 14 bis 18 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung unter 0163/6350853 zu sehen.