Grenzen Küssen

Eine Aktion des Landsberger Kultursommers: Im Rahmen des „Happenings der Bildenden Kunst“ des Vereins „Kunst hält Wache“.

Schondorf: CSU lehnt Kunstprojekt “Grenzen küssen” ab – Starnberg – SZ.de (sueddeutsche.de)
Artikel von Katja Sebald, Süddeutsche Zeitung, Starnberg vom 15. Januar 2022

Zu provokant für Schondorf? (merkur.de)
Artikel von Susanne Greiner, Kreisbote Landsberg am Lech
vom 4. Januar 2022:

Uttinger Kühlschrank zur Selbstbedienung

Kreisbote Landsberg am Lech: 28.12.2021, 16:00 Uhr

Von: Dieter Roettig

Jeder mit knappem Geldbeutel darf sich beim Uttinger Bürger-Kühlschrank am Bahnhofsplatz 1 bedienen. Offiziell in Betrieb genommen wurde er von Barbara Schiller (SPD-Vize), „Hausherr“ Harry Sternberg mit Enkel Paul, Bürgermeister Florian Hoffmann, SPD-Chef Dr. Frank Grupp und Anni Achzehner von SPD-Ortsverband (v.l.). © Roettig

Utting – Auch am vermeintlich wohlhabenden Ammersee-Westufer gibt es genügend Bürger, die beim Einkaufen jeden Cent umdrehen müssen. Die Dießener Tafel oder der Schondorfer „Kühlschrank zur Rettung von Lebensmitteln“ sind bewährte Institutionen zur Linderung dieses Zustands. Jetzt gibt es für Bedürftige und Leute mit knappem Geldbeutel auf Initiative des SPD-Ortsvereins auch in Utting eine Anlaufstelle für kostenlose Lebensmittel zur Selbstbedienung.

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Die nächste Kultur-Krise

Artikel aus der Süddeutschen Zeitung von Armin Greune und Katja Sebald

Vor leeren Stuhlreihen: Michael Teubig, der Chef des Tutzinger Kur-Theaters, macht sein Lichtspielhaus bis zumindest 15. Dezember dicht, weil er zuletzt kaum noch Karten für die Filmvorstellungen verkauft hat.

Das Buchheim-Museum in Bernried muss wegen des Lockdowns im Landkreis Weilheim-Schongau von Freitag an schließen, das Kino in Tutzing legt bis Mitte Dezember eine Betriebspause ein. Viele Ausstellungen sind pandemiebedingt bereits abgesagt. Was bleibt, ist die Fensterschau.
……..

Zum gesamten SZ-Artikel vom 3. Dezember 2021

https://sz.de/1.5478596

Der Alte Peter und seine Welt Artikel vom 22.11.2021 aus der SZ Starnberg

21. November 2021, 21:38 Uhr

Utting: Starke Schnitzerei

Service

(Foto: Veranstalter/oh)

Holzfiguren von Peter Pongratz sind von nächstem Sonntag an am Bahnhofsplatz in Utting zu sehen

Holzfiguren von Peter Pongratz sind von nächstem Sonntag an im Fenster des Raums B 1 am Bahnhofsplatz in Utting zu sehen. Die Ausstellung heißt “Der Alte Peter und seine Welt”. Pongratz (1890 bis 1973), der Großvater des Finninger Goldschmieds Peter Michael Scholz, hatte die Schnitzereien in seiner Freizeit gefertigt, er ließ sich dabei von seinem Leben und seiner Umgebung inspirieren. Die Zusammenstellung der Kunstwerke wechselt jede Woche. Das Fenster wird vom 1. Advent bis zum 15. Januar 2022 mit den Figuren geschmückt sein. Die Installation wird beleuchtet, damit sie auch bei Dunkelheit bewundert werden kann

© SZ vom 22.11.2021
– Rechte am Artikel können Sie hier erwerben.

Presseartikel zu “Then On The Other Side”

Süddeutsche Zeitung, Starnberg 10. September 2021, 22:05 Uhr

Ausstellung am Ammersee: Wunderland im Garten
Utting, Galerie B1, Installation

Ein begehbarer Garten, eine Rauminstallation der besonderen Art: Im Uttinger “Raum B 1” ist eine Ausstellung von Kunststudenten zu sehen.
(Foto: Georgine Treybal)

Im Uttinger Raum B 1 ist eine besondere Installation zu sehen

Von Katja Sebald, Utting

Zwei Wochenenden lang verwandelt sich der “Raum B 1” in der Abenddämmerung in einen begehbaren Garten: Mit ihrer Installation “Then on the Other Side” untersuchen die beiden Kunststudenten Franziska Koppmann und Valentin Hesch unterschiedliche Rituale am Ammersee. Zur Ausstellungseröffnung am Donnerstagabend reichte Pierre Baumann, auch er angehender Künstler, verschiedene “ortsbezogene” Getränke.

Harry Sternberg, Kurator des kleinen Ausstellungsraums am Uttinger Bahnhofsplatz und Mitglied im Verein “Kunst hält Wache”, hat das Projekt zum “Happening der bildenden Kunst” im Rahmen des Landsberger Kultursommers zwar angestoßen und die drei jungen Künstler eingeladen. Ausgangspunkt für die Ausstellung war jedoch eine Sprachnachricht, die ein Mitglied des Burschenvereins Unterfinning vor einiger Zeit versandte und die sich in den sozialen Netzwerken wie ein Lauffeuer verbreitete: Im betrunkenen Zustand war der junge Mann nachts auf dem Heimweg versehentlich in ein schamanisches Schwitzhütten-Ritual geraten, aus dem er sich erst in den Morgenstunden wieder befreien konnte. Diese Begegnung in unmittelbarer Nähe zu seinem Heimatort, aber offensichtlich auf der anderen Seite einer imaginären Grenze und in einer völlig anderen Welt, gab Anlass für den Ausstellungstitel “Then on the Other Side”.

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Presseartikel zu “opposites & dialogues”

Süddeutsche Zeitung, Landkreis Starnberg, R7, Montag 14. Juni 2021

Ausstellung: Antworten in Bildern

Harry Sternberg und Thorsten Fuhrmann zeigen ihre Fotografien “Opposites and Dialogues” im Uttinger Raum B 1

Von Katja Sebald, Utting

Das “Real Life” steht wieder hoch im Kurs, nicht erst, seit alle in den Monaten der Pandemie ohne Kontakt zu echten Menschen vor den Bildschirmen dahinvegetierten, und nicht erst, seit eine Netflix-Dokumentation vor dem Gebrauch sozialer Medien gewarnt hat. Die aktuelle Ausstellung im “Raum B 1” aber hätte es nicht gegeben, wären sich Thorsten Fuhrmann und Harry Sternberg, die sich nur dem Namen nach kannten, nicht in Facebook begegnet. Freilich haben auch sie ihr Projekt “Opposites and Dialogues” irgendwann ins echte Leben verlagert – und dort präsentieren sie es jetzt auch: In einem echten Ausstellungsraum für echte Zuschauer und sogar zum Anfassen in einem echten kleinen Büchlein auf echtem Papier.

Harry Sternberg, Jahrgang 1953, kuratiert seit 2017 die Ausstellungen im “Raum B1”, dem ehemaligen Fremdenverkehrsamt am Uttinger Bahnhofsplatz 1. Beinahe ebenso lange führt er eine Art fotografisches Tagebuch mit dem Smartphone, das er unter dem Titel “en passant – im Vorbeigehen” bereits in verschiedenen Zusammenhängen präsentierte. Es sind keine sorgfältig inszenierten Aufnahmen, sondern winzige Ausschnitte der Welt, Merkwürdigkeiten und Nebensächlichkeiten, die ihm im Alltag begegnen. Auch wenn Sternberg, der an der Neuen Kunstschule Zürich ein Fernstudium für Fotografie absolvierte, für diese Momentaufnahmen keine professionelle Kamera einsetzt und die Bilder so gut wie nicht bearbeitet, so profitieren sie doch von seinem geschulten Auge, von der geübten Wahl des richtigen Ausschnitts wie auch von seinem konzeptionellen Denken in Serien. Zunächst aber postete er diese Alltagsbildchen einfach in Facebook.

Utting:  B1  opposites & dialogues
Besteck zu Besteck: Fuhrmann antwortete auf Sternbergs Alltagsbilder stets mit einem Pendant. (Foto: Nila Thiel)

Was für eine Überraschung, als aus den Tiefen des Netzes jemand auftauchte, der zu jedem dieser Bilder ein anderes Bild als Antwort postete. Thorsten Fuhrmann, geboren 1961, lebt als Künstler und Kurator in Huglfing. Er studierte Kunstgeschichte und Volkskunde, seine eigene Kunst findet er abseits der Ausstellungen und Museen, manchmal auf Bergwanderungen und meistens ebenfalls “im Vorbeigehen”. Seit vielen Jahren entstehen unterschiedli- che Arbeiten und Projekte mit den Schwerpunkten Bücher, Collagen, Copy-Art, Editionen, Fotografie, Mailart, Malerei, Performance, Text- und Schrift. Man könnte meinen, seine Fotoserie “Ich war’s nicht” ist eine passgenaue Ergänzung zu den Fotos von Harry Sternberg.

Der Titel dieser Serie weist in seiner Doppeldeutigkeit aber bereits darauf hin, dass es so einfach eben nicht ist. Besteht nun die Kunst darin, eine Hauswand zu bekritzeln? Ist es Kunst, ein ausrangiertes Besteck auf einen Maschendraht zu stecken? Oder kann man schon von Kunst sprechen, wenn jemand Hunderte von Schneestangen beim Stapeln ordentlich nach Farben sortiert? Oder werden all diese Dinge erst zu Kunst, wenn der Fotograf sie für bildwürdig erachtet? Wenn er Strukturen, Ordnung, Rhythmus und Schönheit sieht, wo jemand etwas beschädigt, liegen gelassen oder aufgeräumt hat? Oder, noch einen Schritt weiter, entsteht die Kunst erst in dem Moment, in dem sich zwei Künstler begegnen, die ähnlich ticken? Wenn sie die Welt ein kleines bisschen freundlicher und schöner machen, weil sie ihre Fundstücke austauschen und sie in einer Art Frage-und-Antwort-Spiel zu Bildpaaren anordnen?

Utting:  B1  opposites & dialogues
Harry Sternberg (rechts) und Thorsten Fuhrmann haben sich über die sozialen Medien gefunden. (Foto: Nila Thiel)

Und so kommt zur Wandkritzelei eine zweite Wandkritzelei. Zu den Gabeln auf dem grünen Maschendraht finden sich zwei grüne Eislöffelchen zwischen Grashalmen. Ein Haufen Knöpfe antwortet auf einen Haufen alter Brillengestelle, ein Irgendwas in Pastelltönen gehört zu einem anderen pastellfarbigen Ausschnitt der Welt, ein Licht zu einem Schatten, ein vergessenes Fahrradschloss zu einem verknoteten Seil. Bis zum 4. Juli 2021 ist der kleine Ausstellungsraum an den Sonntagnachmittagen geöffnet. Der Betrachter darf sich dann auf ein kleines Stühlchen setzen und sich, von Musik eingelullt, durch diese wundersam heitere Bilderwelt träumen, die in einer Slideshow präsentiert wird.

Wem das nach Ausgangssperre und Kontaktbeschränkung doch noch zu viel “Real Life” ist, der kann die Bilder-Show an allen anderen Tagen durch ein Guckloch in der Tür anschauen oder sich das kleine Büchlein kaufen, das im icon-Verlag zur Ausstellung erschienen ist: Die beiden Künstler haben darin sechzig Bilder so gegenübergestellt, dass das Buch zwei Anfänge, aber kein Ende hat.

Juni 2021, 21:57 Uhr

Ein Leben in Bildern

Ein Leben in Bildern

Harry Sternberg zeigt in seinem Raum B 1 in Utting die Ausstellung  ” Hans Dumler – 99 Jahre”, die alle Schaffensperioden des 2017 gestorbenen Uttinger Künstlers beleuchtet

Die Seite können Sie sich unter dieser Adresse anschauen:
SZ-Artikel: https://sz.de/1.5273906

Einblicke in den raum B1 zur Blauen Stunde

Foto: Harry Sternberg

Der Uttinger Künstler Harry Sternberg erfüllt sich einen Lebenstraum

Landsberger Tagblatt vom  04.03.2021, Utting

Harry Sternberg hat sich mit dem Raum B1 in Utting einen Lebenstraum erfüllt. Am Bahnhofplatz präsentiert er seit dem Sommer 2018 kleine Kunstausstellungen. Foto Thorsten Jordan

Harry Sternberg kehrt nach seinem Umzug nach Utting zu einer alten Leidenschaft zurück. Mit dem Raum B1 erfüllt sich der Künstler einen Lebenstraum. Die Eltern stellten sich für ihn einen völlig anderen Lebensweg vor.

Von  Minka Ruile

Seit dem Sommer 2018 präsentiert der Uttinger Künstler Harry Sternberg in seinem Ausstellungsraum B1 eigene Werke und auch die anderer Künstler. Damit hat er sich einen lang gehegten Lebenstraum erfüllt. Gradlinig war der Weg dahin für den Ingenieur der Versorgungstechnik aber nicht.

Und wieder einmal hatten die Sternbergs im niederbayerischen Eggenfelden großen Kummer: „Klassenziel nicht erreicht“ lasen sie auf dem Zeugnis ihres Sohnes Harry. Durchgerasselt, und das zweimal hintereinander – ein Schulverweigerer, wie er heute selbst sagt. Ohne Abschluss stand der 14-Jährige nun da. Zu dem Zeitpunkt hätte Vater Sternberg auf die Karriere seines Jungen kaum gewettet. Dabei sollte der es doch einmal besser haben als der schlesische Schäfflermeister, der nach Kriegsende in der neuen Heimat beruflich nicht hatte Fuß fassen können und seine Familie als Hausmeister über Wasser hielt; besser auch als seine drei älteren Schwestern, denen der Vater keine Ausbildung hatte finanzieren können und die als Arbeiterinnen in der nahe gelegenen Schuhfabrik untergekommen waren. Geplatzt alle Träume der Eltern vom Sohn, der „seinen Weg schon machen wird“ – vorerst jedenfalls.

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Kunstwerke vom See: Harry Sternberg

Ammersee Kurier, Seite 2, 10. Juli 2020

,,Ich fotografiere fast nur noch mit dem Smartphone. ” Diesen Satz von einem passionierten Fotografen zu hören, mag überraschen. Harry Sternberg ist dieses Bekenntnis jedoch in keiner Weise unangenehm. Im Gegenteil, nach vielen Jahren, die er in fotografischer Hinsicht ebenso akribisch wie experimentell gearbeitet hat, genießt er diese unkomplizierte, freie Art, Eindrücke festzuhalten,» schließlich hat man das Handy immer griffbereit.

Foto: Nue Amann
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