Ausstellung über Gruppe 47 in Utting

Süddeutsche Zeitung, Starnberg, Kultur, 5. November 2019


Ausstellung über Gruppe 47 in Utting

Die Nobelpreisträger Heinrich Böll, Günter Grass und Peter Handke waren noch nicht dabei – und auch Literatur-Förderpreise verlieh die Gruppe 47 damals noch nicht. Dennoch spielt Utting in der Historie des deutschsprachigen Schriftstellertreffens keine unbedeutende Rolle: Mit dem sechsten Treffen von 14. bis 16. Oktober 1949 endete dort die Konstitutionsperiode des Autorenkreises, den Hans Werner Richter zwei Jahre zuvor ins Leben gerufen hatte. Erklärtes Ziel der Literaten und Publizisten war, eine Erneuerung des deutschen geistigen Lebens nach der NS-Diktatur herbeizuführen. Zur Tagung im damaligen Café Bauer an der Uttinger Bahnhofstraße fanden sich fast 40 Teilnehmer ein – darunter auch Luise Rinser, die nur dieses eine Mal bei der Gruppe 47 las. Der Uttinger Künstler und Fotograf Harry Sternberg erinnert nun mit einer Ausstellung an das Treffen vor 70 Jahren: In den Exponaten im Raum B1 am Uttinger Bahnhofsplatz werden die Anfänge der Nachkriegsliteratur und die Existenzsorgen der Autoren illustriert. Die Ausstellung ist am Sonntag, 10. November, nochmals von 14 bis 18 Uhr oder nach telefonischer Vereinbarung unter 0163/6350853 zu sehen.

Ausstellung Gruppe 47 – Treffen in Utting vor 70 Jahren

Im Oktober 1949, vor genau 70 Jahren,  fand das Herbsttreffen  der Gruppe 47 im Cafe Bauer in Utting in der Bahnhofstraße 6 statt.

Aus diesem Anlass zeigt Harry Sternberg im Raum B1 eine Ausstellung über dieses Treffen mit verschiedenen Zeitungs- und Rundfunkberichten. Zeichnungen von Henry Meyer-Brockmann  von den teilnehmenden Literaten, illustrieren die Dokumentation. Originalkarikaturen von Henry Meyer-Brockmann wurden zum Jahreswechsel 2018/2019  in einer eigenen Ausstellung im B1 gezeigt.

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Freejazz mit Muschel

Kreisbote Landsberg am Lech vom 09. Oktober 2019

Neue Konzertreihe »Live aus dem B1« in Utting gestartet 

Utting – Es gibt eine neue Konzertreihe. Und zwar im heimeligen Rahmen des B1 am Uttinger Bahnhof. „Live aus dem B1” startete am vergangenen Sonntag mit dem grandiosen Duo Martin Seeliger und Christofer Varner. Und ja, es war ausverkauft.

Sicherlich war den geladenen Gästen klar, dass es zum Auftakt der Reihe und am letzten Tag der Ausstellung „Jazz in Farbe“ mit Arbeiten von Volker Kurz ein Jazzkonzert sein würde. Dass es allerdings absolut begeisternd war, liegt wohl am glücklichen Händchen, das B1-Leiter Harry Sternberg mit der Auswahl der beiden Musiker bewiesen hat.

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Jazzkonzert Seliger/Varner Duo „Live aus dem B1“

Zur aktuellen Ausstellung von Volker Kurz „Jazz in Farbe“ startet das B1 von Harry Sternberg mit einem Jazzkonzert mit der neuen musikalische Reihe „Live aus dem B1“.

Ein Improvisations-Konzert der besonderen Art spielt das Bläserduo Seeliger/Varner am Sonntag, 6.10.2019 um 11 Uhr im B1 in Utting.

Mit Martin Seeliger und Christofer Varner treffen zwei erfahrene Jazzer aufeinander und tauschen freie Geschichten aus.

Martin Seeliger: sax, flute, didgeridoo Christofer Varner: trombone, didgeridoo, shells

Sonntag 6.10.2019 um 11 Uhr

raumB1
Bahnhofplatz 1 in 86919 UTTING Eintritt 10.- €

Die Kunst ins rechte Licht gestellt

Ausstellung Volker Kurz präsentiert Musikerporträts im Uttinger B1

Landsberger Tagblatt, Mittwoch, 2. Oktober 2019

Utting – Einen Galeristen bei der Arbeit zu beobachten, ihm zuzuschauen, wie er alles Mögliche anstellt, um die auszustellende Kunst ins rechte Licht zu rücken, das hat was. Sind es dann zwei Galeristen und überdies männlich und weiblich, dann bekommt so eine Ausstellungsvorbereitung zuweilen humorvolle Züge. Im Uttinger „B 1“, dem ehemaligen Kiosk am Bahnhofplatz 1, war das vergnüglich zu beobachten. Dort ist noch bis Sonntag, 6. Oktober, Kunst von Volker Kurz zu besichtigen.

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Volker Kurz – Jazz in Farbe

Jazz in Farbe – Volker Kurz im B1

Der Künstler Volker Kurz hat ein künstlerisches Universum geschaffen: Zeichnungen, Malerei, unterschiedlichste Drucktechniken, aber auch Skulpturen tragen seine Handschrift. Zwei ‚Sterne‘ dieses Universums sind ab dem 29. September im Raum B1 in Utting zu sehen.

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Rote Gummistiefel und grüner Elefant

Süddeutsche Zeitung, Starnberg, Kultur, 6. Juli 2019

15 Uttinger Künstler locken mit erfrischenden Entdeckungen in ihre Ateliers

Von Katja Sebald, Utting

Ganz Utting war am vergangenen Wochenende von Badegästen besetzt. Ganz Utting? Nein! Einige unbeugsame Kulturinteressierte besuchten die Ateliers der 15 Künstlerinnen und Künstler, die ihre Türen öffneten, um Einblicke in ihr Schaffen zu gewähren. Wer sich trotz großer Hitze auf den Weg gemacht hatte, der durfte nicht nur Kunst direkt am Ort ihres Entstehens erleben, sondern auch ungewöhnliche Räume und verwunschene Gärten besichtigen. Und wer nicht dabei war, kann das Versäumte an diesem Wochenende nachholen: Die Ateliers sind noch am 6. und 7. Juli von 15 bis 20 Uhr geöffnet.

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Vom Erzählen einer Landschaft

Die Uttinger Galerie Raum B1 präsentiert Hans Dumlers Griechenland-Impressionen

VON NUE AMMANN

Landsberger Tagblatt, 6. Juni 2019

Wie ein unlösbares Puzzle erscheint das einzige, vollständig ausgearbeitete Gemälde Hans Dumlers, das derzeit in der Ausstellung „Griechische Landschaften“ in der Uttinger Galerie raumB1 zu sehen ist. Es ist eines von vielen malerischen Echos der Aufenthalte Dumlers in Griechenland während der Jahre 1966 bis 1968. Dieses eine beispielhafte Acrylgemälde ist eingebettet in eine Sammlung von Skizzen, die der Künstler auf seinen Reisen mit Aquarell, Gouache, Pastellkreiden oder Grafitstift eingefangen hat.

Dumlers „Griechische Landschaften“ überzeugen durch ihre Sperrigkeit und ihre ans Naive grenzende Malweise.

Es sind kleine und zugleich wunderbare Momentaufnahmen eben der Inspiration, die Hans Dumler aus der griechischen Landschaft bezog, die den Hauptteil der Ausstellung stellen und den Betrachter quasi am Entstehungsprozess der später im Atelier entstandenen Gemälde teilhaben lassen.

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