Hans Dumler – 99 Jahre

Hans Dumler99 Jahre,  20. April bis 6. Juni 2021, Raum B1, Utting 

Es werden wieder neue „Einblicke“ in den Raum B1 in Utting gewährt. Durch die Schaufenster zu sehen sind Werke aus der gesamten Schaffensphase des 2017 verstorbenen Uttinger Künstlers Hans Dumler.

Plakat: fienbork-design.de Engel, 1960, hansdumler.de

Die ersten Einblicke auf seine Werke aus über fünf Jahrzehnten gibt es ab 20. April um 17 Uhr. An diesem Tag wäre Hans Dumler 99 Jahr alt geworden. Jede Woche an den Samstagen ab 1. Mai werden neue Werke über die Schaufenster des B1 zu sehen sein, die auch die besonders Vielschichtigkeit in Dumlers Werken zeigen.

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Nominierung Tassilo-Kulturpreis 2021

Artikel von Katja Sebald, Süddeutsche Zeitung vom 06. April 2021

Süddeutsche Zeitung – Starnberg R7, Dienstag 6. April 2021

Heimat finden durch die Kunst

In seinem “Raum B1” zeigt Harry Sternberg immer wieder Geschichten von Aufbruch und Ankommen in Utting

Von Katja Sebald, Utting

Die Eltern von Harry Sternberg waren Heimatvertriebene aus Schlesien, er selbst kam 1953 in Niederbayern zur Welt. Und doch fühlte auch er sich viele Jahre seines Lebens entwurzelt. Angekommen ist Sternberg erst, seit er mit seiner zweiten Frau in Utting am Ammersee lebt. Zur Erforschung von heimatgeschichtlichen Themen habe er vor allem wegen seiner eigenen Heimatlosigkeit gefunden, sagt er rückblickend.

Harry Sternberg, für den Tassilo-Kulturpreis nominiert, wuchs auf einem abgelegenen Bauernhof bei Eggenfelden auf. Weil er ein später Nachzügler in der Familie war, hatte er keinen Kontakt zu anderen Kindern. Auch in der Schule blieb er ein Einzelgänger, er war schüchtern und hatte schlechte Noten. Sein einziges Glück war eine Kamera, die ihm sein Vater schenkte. Er brach die Schule ab, kam als Fünfzehnjähriger ganz allein nach München, machte eine Ausbildung und wohnte in einem Lehrlingsheim. Das Abitur holte er auf dem zweiten Bildungsweg nach, es folgten ein Ingenieurstudium und dann viele Berufsjahre im Bereich Energieberatung und -management. In den 1990er Jahren, nachdem er an den Ammersee gezogen war, fing er wieder an zu fotografieren. Bald darauf absolvierte er ein Fernstudium Fotografie an der Neuen Kunstschule Zürich.

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Pinnwand “pin up poesie”

Artikel aus der Süddeutsche Zeitung, Starnberg , 13./14. März 2021
Alles aus den Fugen – (sueddeutsche.de)

36 Autor*Innen mit fast 50 Beiträgen:
3 Anonymus, Meike von Arndt, Felizitas Arneth, Doris Berlein, Bettine Braun, Kathleen Canady, Derwin Degmair, Jo Fahl, Dieter Finzel, Katalin Fischer, Annunciata Foresti, Thorsten Fuhrmann, Bjarne Geiges, Jürgen Ghebrezgiabiher, Joachim Gneist (Hermann Hesse), Leni Gwinner, Christiane Herold, Susanne Kohler, Christoph Kronast, Stephanie Loeben-Sprengel, Carola Martens-Wollmann, Jenny Mues, Anna Münkel, Marlen Peix, Frederik Riedel, Birgit Roschach, Karin Schreiber, Heike Schreiner, Harry Sternberg, SWAG, Iris Utermöller, Stefan Wehmeier, Thomas Wiedling, Vincent (erwa.one)

Im Wandel – Marlen Peix & Karin Pfab


13. März bis 11. April 2021
Erste Einblicke am Samstag 13.03 ab 15 Uhr

Ertragssteigerung auf der einen, Artensterben auf der anderen Seite. Die Diskussionen, die Ökonomen und Ökologen über die Qualität unserer Kulturlandschaft führen, sind in erster Linie zahlen- und faktenorientiert. Dabei außer Acht gelassen werden die Eigenschaften einer Landschaft, die über das Faktische hinausgehen – ihre sinnlichen Seiten. Diese sind zwar weder mess- noch zählbar, aber trotzdem vorhanden. Sie sind es, die uns auf der emotionalen Ebene ansprechen und sie sind es, die unsere Seele berühren. Doch gilt das auch für Monokulturen, also für Flächen, deren oberstes Ziel eine effiziente Bewirtschaftung ist, und die bis in den letzten Winkel durchstrukturiert sind?

Eine allgemeingültige Antwort auf diese Frage kann es nicht geben, dafür ist die Wahrnehmung eines jeden Einzelnen von uns zu unterschiedlich. Dennoch kann man davon ausgehen, dass Landschaften, in denen die Vielfalt der Natur und des Lebens erfahrbar werden, die Menschen mehr ansprechen als der Anblick monotoner Ackerflächen. Angesichts der nüchternen Zweckrationalität, die von diesen landwirtschaftlichen Kulturen ausgeht, schalten wir, bewusst oder unbewusst, unser ästhetisches Empfinden ab. Wir nehmen solche Landschaften sinnlich nicht mehr richtig war, sondern passieren sie nur noch.

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pin up poesie

Hinweis aus Süddeutsche Zeitung, Starnberg , 4. März 2021
Utting – Poesie an der Wand – Starnberg – SZ.de (sueddeutsche.de)

Seit nun fast einem Jahr gibt es Corona bedingt Einblicke über die Fenster auf die Kunst in meinem Raum B1 in Utting, dem ehemaligen Fremdenverkehrsbüro. 

Gezeigt wurden bisher Arbeiten zur Malerei, Bildhauerei, Videokunst, Fotografie und kinetische Installationen von Künstler*Innen wie Peter Dietz, Gregor Netzer, Timur Dizdar, Sabine Bretschneider & Andreas Ullrich, Trine Pesch mit Martina Prutscher und Carmen Kubitz, Matthias Rodach und aktuell Stefan Wehmeier.

Nun gibt es zu den Einblicken, die viele Besucher anziehen, ein neues Projekt „pin up poesie“. Hier können die Besucher was sie gerade bewegt, ihre Gedanken als kurze Geschichten und Gedichte vor Ort schreiben und an die Wand vor dem B1 pinnen. Über die sozialen Netzwerke wird die Aktion zusätzlich beworben für Menschen die nicht so ohne weiteres nach Utting kommen können. Die über Email übermittelten Texte werden ausgedruckt und auch an die Wand vom B1 gepinnt.

In einer Ausstellung oder Lesung werden alle Texte präsentiert, sobald es wieder möglich ist den Raum B1 als Ausstellungsraum zu nutzen.

Texte bitte an raumb1@web.de senden.

Pinnwand vor dem B1

Vorankündigung: Die Geschichte von Brechts Landhaus in Utting

In Zusammenarbeit mit Margret Brademann, der Leiterin des Brecht-Weigelhauses in Buckow bei Berlin, wird diese Ausstellung über die Geschichte zu Brechts Landhaus in Utting für den Raum B1 konzipiert und nun wegen Corona erst jetzt im Sommer 2021 gezeigt. Der genaue Termin wird noch bekannt gegeben.

Mein Dank gilt Margret Brademann vom Brecht-Weigel-Haus und ihrem Team für die Unterstützung.

Grundlage ist die Ausstellung von 2016 im Brecht-Weigel-Haus mit dem sogenannten „Utting-Konvolut“ mit einigen der 100 Blätter einer Korrespondenz. In dieser fast vollständigen Korrespondenz zwischen Walter Brecht, Theo Lingen, Marianne Zoff-Lingen wird gezeigt, wie die Brecht-Familie das erste Landhaus Bert Brechts in Utting der Nazijustiz trickreich abgerungen hat.

Dr. Werner Hecht, ein Theater und Literaturwissenschaftler,  verstorben 2017 in Berlin, hat das Konvolut entdeckt und nach Buckow gebracht, so dass es dort gezeigt werden konnte. Er hat die Ausstellung in Buckow am 16. Juli 2016 eröffnet.

In der Ausstellung hier im B1 wird mit Kopien der Briefe  aus dem „Utting-Konvolut“ über dieses Schelmenstück gezeigt, wie die Familie Brecht das Landhaus in Utting behalten konnte. In Fotografien aus dem Bert-Brecht-Archiv der Akademie der Künste in Berlin werden die Protagonisten gezeigt.

Einblicke – “Wellen” – Stefan Wehmeier

Stefan Wehmeier „WELLEN“, 30. Januar bis 7. März 2021, Raum B1, Utting 

Zeitungsartikel – Süddeutsche Zeitung, Starnberg vom 29.01.2021

Seit ich mich mit der Materie „Wasser“ auseinandersetze und daraus folgend auch mit ihrer Beschaffenheit wie Form, habe ich immer den berühmten Holzschnitt von Hokusai „Die Welle vor der Küste Kanagawas“ vor Augen. Dieses Sinnbild der künstlerischen Umsetzung von Wellengang  und Wasserkraft verdeutlicht die Erhabenheit und Schönheit von Natur ebenso wie deren entfesselte Bedrohung.
Wasser in Bewegung, im Fluss, ein Rauschen, ein Strom, ein Ungeheuer, härter als Stein und dann wieder plätschernd, sanft, meditativ und beruhigend. Dieses transparente Element trägt alle Farben in sich, vom dunklen Indigo über türkisblau und graugrün bis zum spritzenden Weiss der Gischt.

Aus der unmittelbaren Nähe zum Ammersee entstand dann letztlich auch die Idee, das Thema „Wellen“ in der Ausstellung im Uttinger Raum B1 aufzugreifen und vorzustellen.

Welle I
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Einblicke – Arbeiten von Trine Pesch & Carmen Kubitz

FÜRCHTE DICH NICHT ICH BIN BEI DIR
TRINE PESCH

So wie eine Vogelmutter breitet ein vertrauenswürdiges Wesen, vielleicht in Gestalt eines Engels,  einen Flügel über uns aus.

Er tritt plastisch aus dem Bild heraus. Seine Beschaffenheit aus Wolle, Seide und Hanf lässt erahnen, wie es sich anfühlt, beschützt zu sein.

Auch die Wörter auf der linken Seite des Bildes wollen erfühlt werden, da sie als Brailleschrift, einer Blindenschrift, erscheinen. Diese Worte erschließen sich nicht einem kurzen Blick mit den von Worthülsen überschwemmten Augen. Sie wollen ertastet und begriffen werden.

FÜRCHTE
DICH
NICHT
ICH
BIN
BEI
DIR

Das Filzrelief erzählt die Geschichte einer barmherzigen Begegnung.

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TRANSFORMATION
CARMEN KUBITZ


Wasser – von Quelle bis Mündung zeigt es sich in tausendundeiner Form. Vom Ursprung zum Ziel bleibt es sich selbst treu, fließt zielgerichtet, unaufhaltsam, mit sanfter Kraft. Sein Lauf verändert sich, zeigt sich immer wieder neu, Hindernisse umfließend, Widerstände überwindend in nie endender Kraft, mit mutiger Entschlossenheit.

Beim Sturz in Tiefe zeigen sich neue, immer wechselnde Bilder
(“Engelsflügel”).
Hauchdünne, zerbrechliche Eisschicht, Trennung und Verschmelzen, Ausdruck der tiefen Kraft (“Deep Blue, Breaking the Ice”).

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Raum B1, Bahnhofplatz 1 in Utting 

Die Ausstellung beginnt am Mittwoch, 23. November 2020 mit ersten Einblicken

Weitere Einblicke sind jederzeit möglich, vom 24. Dezember 2020 bis einschl. Sonntag 17. Januar 2021

Foto: Carmen Kubitz, “Engelsflügel”
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Einblicke: „auf Knopfdruck“ Matthias Rodach

Nun, wo gerade so vieles wieder zum Stillstand kommt, ist es Zeit neue Einblicke über die Schaufenster in den Raum B1 auf Bewegendes zu geben.  

In “auf Knopfdruck” ist im Raum B1 eine vom Dießener Bildhauer Matthias Rodach neu gestaltete Installation zu sehen.

Es ist wieder Zeit mehr darüber nachzudenken was wirklich wichtig ist. Vielleicht gelingt es uns die scheinbar einfachen Dinge wieder wert zuschätzen und unsere Schwerpunkte neu zu sortieren.  

Die Installation lässt sich vor dem Schaufenster von Außen bedienen.
Die Ausstellung beginnt am Samstag, 7. November 2020

mit Einblicken ab 14:00 Uhr 
und ist täglich vom 8. November bis  Sonntag 20. Dezember 2020  

von 7:00 bis 22:00 Uhr einschaltbar.

Plakat und Karte: fienbork design

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