“Then On The Other Side” Franziska Koppmann & Valentin Hesch

Nach Hannah Doepkes sehr erfolgreichen interaktiven Projekt „Bild, gegen Bild, gegen Gedanken“ mit über 70 Teilnehmern im raum B1 gibt es als nächstes eine Ausstellung der jungen Künstler*Innen Franziska Koppmann & Valentin Hesch mit dem Titel “then on the other side” 

Für die zweiwöchige Ausstellung im Raum B1 realisieren die Beiden eine ortsbezogene Installation.

Grundlage dafür ist die Untersuchung unterschiedlicher, lokaler Lebensformen und dessen Rituale. 

Franziska Koppmann geboren 1995 studiert Medienkunst an der AdBK Nürnberg und an der HGB Leipzig und Valentin Hesch, geboren 1995 in Windach, studiert an der AdBK Nürnberg und Medienkunst an der HfG Karlsruhe.

Es ist ein Projekt zum „Happening der bildenden Kunst“, dass der Verein Kunst hält Wache zum Kultursommer Landsberg initiiert hat. Der Kultursommer Landsberg 2021 #KS2021LL wird im Programm Kultursommer 2021 durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) mit Mitteln aus NEUSTART KULTUR gefördert. 

Ort: Raum B1 Bahnhofplatz 1 86919 Utting

Eröffnung: 09. September 2021 18:00—21:00 Uhr
mit Orts-bezogenen Drinks von Pierre Baumann

Ausstellungsdauer: 10. – 19. September 2021

Öffnungszeiten: Freitag bis Sonntag 16:00—20:00 Uhr und nach Vereinbarung

opposites & dialogues

Thorsten Fuhrmann und Harry Sternberg fotografieren; sie fotografieren manchmal ähnliche Motive. Der Blick für alltägliches, für leicht zu übersehendes ist beiden zu eigen.

Was haben ein vergessenes Fahrradschloss und ein Seil um einen Baum geschlungen gemeinsam, was eine schwarze Klinker- und eine rote Backsteinwand?

Die Antworten darauf sind in ihrer gemeinsamen Publikation „opposites and dialogues” zu sehen. Die beiden Künstler haben 60 Bilder gegenübergestellt, ohne Erklärungen und ohne die jeweilige Autorenschaft anzugeben.

Es entspricht ihrer Arbeitsweise, dass das Buch zwei Anfänge, aber kein Ende hat.

so-VIELE.de Heft 73
ISBN 978-3-946803-86-7
icon Verlag Hubert Kretschmer, München 2021
Auflage: 750 Exemplare
VK-Preis: 3.- €

https://www.so-viele.de/hefte/heft73.html

Thorsten Fuhrmann, Künstler und Kurator, lebt in Huglfing.
kunstimoberland@gmail.com

Harry Sternberg, Künstler und Kurator, lebt in Utting.
raumb1@web.de

Nominierung Tassilo-Kulturpreis 2021

Artikel von Katja Sebald, Süddeutsche Zeitung vom 06. April 2021

Süddeutsche Zeitung – Starnberg R7, Dienstag 6. April 2021

Heimat finden durch die Kunst

In seinem “Raum B1” zeigt Harry Sternberg immer wieder Geschichten von Aufbruch und Ankommen in Utting

Von Katja Sebald, Utting

Die Eltern von Harry Sternberg waren Heimatvertriebene aus Schlesien, er selbst kam 1953 in Niederbayern zur Welt. Und doch fühlte auch er sich viele Jahre seines Lebens entwurzelt. Angekommen ist Sternberg erst, seit er mit seiner zweiten Frau in Utting am Ammersee lebt. Zur Erforschung von heimatgeschichtlichen Themen habe er vor allem wegen seiner eigenen Heimatlosigkeit gefunden, sagt er rückblickend.

Harry Sternberg, für den Tassilo-Kulturpreis nominiert, wuchs auf einem abgelegenen Bauernhof bei Eggenfelden auf. Weil er ein später Nachzügler in der Familie war, hatte er keinen Kontakt zu anderen Kindern. Auch in der Schule blieb er ein Einzelgänger, er war schüchtern und hatte schlechte Noten. Sein einziges Glück war eine Kamera, die ihm sein Vater schenkte. Er brach die Schule ab, kam als Fünfzehnjähriger ganz allein nach München, machte eine Ausbildung und wohnte in einem Lehrlingsheim. Das Abitur holte er auf dem zweiten Bildungsweg nach, es folgten ein Ingenieurstudium und dann viele Berufsjahre im Bereich Energieberatung und -management. In den 1990er Jahren, nachdem er an den Ammersee gezogen war, fing er wieder an zu fotografieren. Bald darauf absolvierte er ein Fernstudium Fotografie an der Neuen Kunstschule Zürich.

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Pinnwand “pin up poesie”

Artikel aus der Süddeutsche Zeitung, Starnberg , 13./14. März 2021
Alles aus den Fugen – (sueddeutsche.de)

40 Autor*Innen mit fast 60 Beiträgen:
6 Anonymus, Meike von Arndt, Felizitas Arneth, Stephan Bastian, Doris Berlein, Bettine Braun, Kathleen Canady, Derwin Degmair, Jo Fahl, Dieter Finzel, Katalin Fischer, Annunciata Foresti, Thorsten Fuhrmann, Bjarne Geiges, Jürgen Ghebrezgiabiher, Joachim Gneist (Hermann Hesse), Leni Gwinner, Christiane Herold, Susanne Kohler, Christoph Kronast, Stephanie Loeben-Sprengel, Carola Martens-Wollmann, Jenny Mues, Anna Münkel, Marlen Peix, Frederik Riedel, Birgit Roschach, Karin Schreiber, Heike Schreiner, Harry Sternberg, SWAG, Iris Utermöller, Stefan Wehmeier, Thomas Wiedling, Vincent (erwa.one)

Einblicke – Arbeiten von Trine Pesch & Carmen Kubitz

FÜRCHTE DICH NICHT ICH BIN BEI DIR
TRINE PESCH

So wie eine Vogelmutter breitet ein vertrauenswürdiges Wesen, vielleicht in Gestalt eines Engels,  einen Flügel über uns aus.

Er tritt plastisch aus dem Bild heraus. Seine Beschaffenheit aus Wolle, Seide und Hanf lässt erahnen, wie es sich anfühlt, beschützt zu sein.

Auch die Wörter auf der linken Seite des Bildes wollen erfühlt werden, da sie als Brailleschrift, einer Blindenschrift, erscheinen. Diese Worte erschließen sich nicht einem kurzen Blick mit den von Worthülsen überschwemmten Augen. Sie wollen ertastet und begriffen werden.

FÜRCHTE
DICH
NICHT
ICH
BIN
BEI
DIR

Das Filzrelief erzählt die Geschichte einer barmherzigen Begegnung.

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TRANSFORMATION
CARMEN KUBITZ


Wasser – von Quelle bis Mündung zeigt es sich in tausendundeiner Form. Vom Ursprung zum Ziel bleibt es sich selbst treu, fließt zielgerichtet, unaufhaltsam, mit sanfter Kraft. Sein Lauf verändert sich, zeigt sich immer wieder neu, Hindernisse umfließend, Widerstände überwindend in nie endender Kraft, mit mutiger Entschlossenheit.

Beim Sturz in Tiefe zeigen sich neue, immer wechselnde Bilder
(“Engelsflügel”).
Hauchdünne, zerbrechliche Eisschicht, Trennung und Verschmelzen, Ausdruck der tiefen Kraft (“Deep Blue, Breaking the Ice”).

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Raum B1, Bahnhofplatz 1 in Utting 

Die Ausstellung beginnt am Mittwoch, 23. November 2020 mit ersten Einblicken

Weitere Einblicke sind jederzeit möglich, vom 24. Dezember 2020 bis einschl. Sonntag 17. Januar 2021

Foto: Carmen Kubitz, “Engelsflügel”
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Geweih neu inszeniert

Die Objektkünstlerin Matilde Reymendt gibt toten Gegenständen wie Schweinefüßen und Geweihen postum Würde zurück. Ausstellung im B1

Ammersee Kurier, Freitag 6. März 2020

VON DAGMAR KÜBLER

Utting – Die Objektkünstlerin Matilde Reymendt gibt toten Gegenständen wie Schweinefüße und Geweihen postum Würde zurück – Ausstellung im B1. 30 Jahre waren die Landsbergerin Matilde Reymendt und ihre Objektkunst in München ,,im Exil”, nun ist Reymendt alias ,,mariamaggdalena“ wieder in die Heimat zurückgekehrt und stellt erstmals in einer Einzelausstellung im B1 in Utting aus.

Einen Anklang an Heimat scheinen im ersten Moment die Geweihe zu geben, die Hauptdarsteller der ,,Auf ewig Geweiht” betitelten Ausstellung, findet man sie landläufig doch häufig an Gartenhütten, in traditionellen Wirtschaften neben Schießscheiben oder als Kleiderhaken, verdeckt vom Lodenmantel. Den hat Reymendt entfernt mitsamt dem üblichen Klischee der Jagdtrophäe. Sie hat das Geweih neu und ungewöhnlich inszeniert, mit Dingen, die man eben so findet und die man brauchen kann, wie Reymendt sagt.

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