Shelter – Trude Friedrich & Peter Sauerer

Shelter oder „Behausungen für unliebsame Mitbewohner, Mausefalle und Bahndammtiroler – Holzskulpturen im Zeitalter von…“ ist das Thema einer Gemeinschaftsausstellung der beiden Künstler Trude Friedrich und Peter Sauerer aus Walleshausen.

Sie studierten beide an der Akademie der Bildenden Künste in München. Trude Friedrich bei Prof. Klaus Schultze und Prof. Norbert Prangenberg und Peter Sauerer bei Prof. Eduardo Paolozzi.  Beide bespielen ab 21. Juli 2023 den raumB1 in Utting mit ihren Skulpturen und Objekten aus Holz.

Eröffnet wird die Ausstellung am Freitag, den 21. Juli 2023 um 19:15 Uhr. Zur Eröffnung  spricht der Kunsthistoriker und Kurator Andreas Bee. Er war bis 2020 Professor für „Kunst im Diskurs / Kunstwissenschaft mit dem Schwerpunkt Kunst der Gegenwart“ an der Hochschule für Bildende Kunst Braunschweig. Andreas Bee lebt und arbeitet in Berlin.
http://andreas-bee.com/index_vita.html

Shelter
Trude Friedrich, Peter Sauerer

https://www.petersauerer.de/

Ausstellungseröffnung Freitag 21. Juli 2023 um 19:15 Uhr
Einführung: Andreas Bee

21 Juli – 13. August 2023
Geöffnet: Sonntag von 14 – 18 Uhr

 
raumB1
Bahnhofplatz 1
Utting

 

Peter Sauerer “Zombie Outbreak (Pumkin)“, 2023, Holz/Karton/Masse, 20 x 10 x 12 cm
Peter Sauerer „Cassa Di Risparmio“,2023, Holz/Mausefalle, 12 x 11 x 21 cm
Trude Friedrich „Silberfischchen“, 2023, Holz, 3,3 x 3,5 x 4,3 cm
Trude Friedrich „Grasmücke“, 2023, Holz, 8 x 6 x 6 cm

Natur berührt – Harry Sternberg

Auszug aus der Rede von Prof. Dr. Gerd Schulte (Biologe und Landschaftökologe) zur Eröffnung meiner Ausstellung „natura“ am 16. November 2018 im Altstadtsaal in Landsberg. Seitdem sind schon wieder 5 Sommer vergangen und seine Aussagen sind aktueller denn je.

Natur berührt

Harry Sternberg berührt mit seinen Bildern die Natur!

So begann auch mein Leben. Ich bin nach dem Krieg in den Trümmern meines zerbombten Geburtshauses aufgewachsen. Ich habe Unkrautwiesen auf Schutt berührt, habe Schmetterlinge gemalt und Verstecke aus Beifuß gebaut. Ich wurde Biologe und Ökologe und habe später meine Studenten immer wieder in die Natur geführt damit sie sie berühren,

In Frühjahr 2018 habe ich mit Harry Sternberg und Freunden eine Naturführung am Ammersee-Westufer gemacht. Wir haben im Seeholz die Rinde einer 300-jährigen Eiche abgetastet, haben die Rasen der Märzenbecher gesehen und haben den Schwarzspecht rufen gehört. Die Naturberührungen haben unsere Sinne geschärft und unsere Seelen baumeln lassen. Wer die Natur berührt, berührt die Schöpfung. Wer die Natur vergisst oder sogar misshandelt, dem droht der Untergang.

Seeholz, Frühjahr 2018, Fotos: Harry Sternberg

Wir haben die Natur nicht mehr berührt. Was machen wir nur mit der Schöpfung, mit der Natur?! Nicht Gott vertreibt uns aus dem Paradies, das machen wir schon selbst. Und es heißt nicht, wir sollen uns die Schöpfung Untertan machen, sondern wir sind Untertanen der Schöpfung. Die Anbetung des goldenen Kalbes, die Anbetung von Macht und Geld, ersetzt die Natur, die Schöpfung nicht.

Habt Ehrfurcht vor der Natur, vor der Schöpfung.

“Natur berührt” – Fotografien Harry Sternberg
Einblicke täglich bis 23 Uhr, abends beleuchtet
raumB1, Bahnhofplatz 1, Utting am Ammersee

Foto: Harry Sternberg

GENERATION TRANSMISSION, PICTURED im Refugium Utting

GENERATION TRANSMISSION, PICTURED
www.generation-transmission-pictured.com
Generation Transmission, Pictured ist ein Kunstprojekt von drei Münchner Künstlerinnen, Nana Dix, Anja Frers und Uschi Siebauer.

GENERATION TRANSMISSION
Nana Dix, Anja Frers und Uschi Siebauer

Ausstellungsdauer: 17.06. – 16.07.2023
Öffnungszeiten: Samstag und Sonntag 16 – 19 Uhr

Refugium Lagerhalle am Uttinger Bahnhof

Transgenerationale Weitergabe (Transmission) bezeichnet die Übertragung von Erfahrungen der Angehörigen einer Generation auf die Mitglieder einer
nachfolgenden Generation, wobei es sich in der Regel um ein unbeabsichtigtes,oft unbewusstes und nicht selten auch ungewolltes Geschehen handelt.

Nana Dix, Anja Frers und Uschi Siebauer setzen sich in ihren aktuellen Arbeiten mit dem Thema der transgenerationalen Weitergabe auseinander.
Die Künstlerinnen bewegt die Frage wie Krieg, nationalsozialistische Ideologie, christliche Traditionen und autoritäre Erziehungsideale unsere Eltern und Großeltern geprägt haben und welche dieser Traumata und Muster wir weitertragen.

Die Bilder der Künstlerinnen sind allesamt einer jeweils persönlichen Geschichte entsprungen und so vielfältig wie diese. Auf der Suche nach dem, über das man nicht spricht sind digitale Collagen, manuelle
Collagen, Übermalungen und Bilder in unterschiedlichen Techniken entstanden.

Durch die Ausstellung GENERATION TRANSMISSION, PICTURED soll das Interesse an der eigenen Familiengeschichte und deren Übertragungen geweckt und auf dieses Thema visuell aufmerksam ge- macht werden.
Denn jeder ist Teil einer Generationenkette. Im Oktober 2022 ist auch der durch eine Crowdfunding Kampagne finanzierte Bildband GENERATION
TRANSMISSION, PICTURED mit den Arbeiten von Nana Dix, Anja Frers und Uschi Siebauer erschienen.

Bildband und Ausstellung sollen dem tieferen Verständnis der Folgen von Krieg und Nationalsozialismusauf die nachfolgenden Generationen dienen.


AUSSTELLUNGEN GENERATION TRANSMISSION, PICTURED
2024 PASINGER FABRIK, Mai – August 2024
2023 REFUGIUM, Utting, 15.06 – 16.07.2023
2022 MIM GALERIE, Raum für Kultur, München, 17.11 – 10.12.2022
ARKADEN STADTMUSEUM, München, 6.6. – 20.6.2022

BUCH
GENERATION TRANSMISSION, PICTURED, Haendehoch Verlag 2022

ANIMA(L) – Hans Dumler

In der neuen Ausstellung im Raum B1 werden Arbeiten des renommierten Uttinger Malers Hans Dumler gezeigt, der im März 2017 im Alter von 95 Jahren verstarb. Er war Meisterschüler von Franz Nagel und Förderpreisträger der Stadt München.

In der Ausstellung werden Bilder zu Mann, Frau und Tier und Katzen zu sehen sein. Als bekennender Katzenliebhaber räumte Hans Dumler viel Platz seinen Stubentigern ein. 15 Katzen soll Dumler einmal besessen haben.

Bild zu Frau und Tier

Von 1971 bis 1975 war Hans Dumler in der Galerie Günther Franke vertreten. Günther Franke, war damals die bedeutendste Galerie in München, bei der viele große Künstler vertreten waren z. B. Max Beckmann, Wilhelm Nay und weitere internationale Künstler.

Nach dem Tod von Franke 1976 war es wie abgerissen, es kam zu einem Bruch. Hans Dumler zog sich von seinem Atelier in München nach Gut Memming im Landkreis Landsberg zurück. In Gut Memming hatte er bis 1992 fast wie ein Eremit gelebt mit seinen bis zu 15 Katzen. Er hatte ein wunderbares riesengroßes Austragshaus, den Wohnbereich im Erdgeschoß und ein großes Atelier im ersten Stock.

Interieur Austragshaus in Gut Memming

Es musste keine Einzelausstellungen in Galerien veranstalten, da er mit „Kunst am Bau“ sehr gefragt war.

Im Jahr 1992 übersiedelte er in eines der Atelierhäuser von Eckard Lüps nach Utting am Ammersee.

ANIMA(L)
Hans Dumler

Plakat zur Ausstellung: www.fienbork-design.de

Ausstellungsdauer: 20.05. – 19.06.2023

Öffnungszeiten: Samstag, Sonntag und Feiertag  14 – 17 Uhr

Vernissage: Freitag, 19.05.2023, 19 Uhr
Einführung: Hartfrid Neunzert

Malperformance von Bettine Braun „HIC ET NUNC“ (hier und jetzt)

Am Sonntag den 30. April 2023 von 15 bis 18 Uhr findet im Raum B1 eine Malperformance von Bettine Braun „HIC ET NUNC“ (hier und jetzt) statt.

Bettine Braun malt dabei schnelle Bilder mit einer Staffelei auf  zweifelhaftem Papier mit Farben und viel schwarz.

Es entstehen spontane Verrätselungen, verspielte Augenblicke,   überraschende Unüberlegtheiten, fragile Ergebnisse.

Bettine Braun
in einem künstlerhaushalt in schwabing
geboren
gemalt und geschrieben
intermezzo beim film
im verlag gearbeitet
gereist
in utting das zuhause gefunden
zum überleben bücher übersetzt
und lektoriert
wie wild am westufer fotografiert
begeistert für portraits
auf märkten bilder verkauft
rund um die seen ausgestellt

PLANS AND DREAMS – Cornelia Hesse

Egal ob Tag- oder Nachttraum: Pläne und Träume – mehr Gegensatz geht kaum. Wie hell und dunkel, Licht und Schatten stehen sich die materialistisch orientierte Tagwelt und die immaterielle, nicht greifbare Schattenwelt gegenüber.

Pläne sind analytisch, reine Kopfsache. Sie können jederzeit aufgestellt werden. Sie sind an einem vorgefassten Ziel orientiert und von Effizienz geleitet. Der Plan ist gut, wenn er realisiert werden kann und einen möglichst hohen Output liefert.

Der Traum dagegen ist schwer fassbar. Es ist weder steuerbar, ob er auftaucht noch wie. Er rührt aus unserem tiefsten Innern, dem Unterbewusstsein. Oft offenbart er sich uns nur schlaglichtartig, bleibt schemenhaft und vage in seiner unwirklichen Schattenwelt verhaftet. Aber manchmal wird ein Traum so drängend, dass er sich den Weg in die Tagwelt bahnt. Dann können aus Träumen Pläne geschmiedet werden. Eine Ausstellung, die dazu einlädt, die Seele bei einer Tagträumerei baumeln zu lassen

Cornelia Hesse

Jahrgang 1976, kommt aus Berg am Starnberger See.
Den Schritt in die Kunst hat die promovierte Juristin, erst 2018 nach einer beruflichen Auszeit gewagt. Seither arbeitet sie in den Bereichen Malerei, Bildhauerei und Installationskunst.
Triebfeder ihrer Arbeit ist die Faszination für die „krummen Dinge“ im Leben. Dort wo es nicht gerade läuft, nicht perfekt ist, wo Gegensätze aufeinander prallen und der Zufall mitmischen darf, wird es für sie interessant.

Ihre Arbeiten dürfen all das sein, was der gesellschaftlichen Erwartung nicht unbedingt entspricht: weg von Ergebnisorientierung und dem steten Streben nach Effizienz und Perfektion. Die Arbeiten sind weder glatt noch geschönt, sondern durchlässig und roh ungekünstelt, frech und unangepasst. Das macht gute Laune.

PLANS AND DREAMS

Cornelia Hesse

Ausstellungsort: raumB1, Bahnhofplatz 1, 86919 Utting
Ausstellungsdauer: 17.03. – 10.04.2023

Öffnungszeiten: sonntags  14 – 18 Uhr

Vernissage: Donnerstag, 16.03.2023, 19 Uhr

Cornelia Hesse, info@cornelia-hesse.de, www.cornelia-hesse.de

(https://bayern-kreativ.de/kreativorte/raumb1/)