Kunst mit Nachricht


Süddeutsche Zeitung, Starnberg, Seite 2, Kultur, 25. März 2019

Martin Burger zeigt im Uttinger „B1“ seine Acrylgemälde auf Zeitungspapier

Von Katja Sebald, Utting

Martin Burger ist in einer Zeit aufgewachsen, in der ein Stück weißes Papier eine Kostbarkeit war. 1937 in Emmendingen im Breisgau geboren, erlebte er seine Kindheit und Jugend während des Zweiten Weltkriegs und in der Not der Nachkriegsjahre. Bedrucktes Zeitungspapier nutzte er ursprünglich aus reiner Sparsamkeit als Malgrund. Mittlerweile aber sind ihm Überschriften und Bilder aus der täglichen Nachrichtenwelt zur Inspirationsquelle und zum Impuls geworden, auf den er mit seiner Malerei antwortet. „Veränderung“ heißt deshalb die kleine Kabinettausstellung, die Harry Sternberg als Kurator dem Künstler Martin Burger in seinem Uttinger Ausstellungsraum „B 1“ am Bahnhofsplatz ausgerichtet hat.

„Kunst mit Nachricht“ weiterlesen

Martin Burger „Veränderungen“

Martin Burger stellt ab Sonntag, 17. März seine jüngsten Arbeiten im B1, Bahnhofplatz 1, in Utting aus. Vernissage ist am Samstag, 16. März um 18 Uhr. Die Dießener Künstlerin Nue Ammann hält die Eröffnungsrede. Der in Utting lebende Künstler wurde 1937 in Emmendingen im Breisgau geboren.

„Martin Burger „Veränderungen““ weiterlesen

Treffen im „B1“ – Ateliertage im Blick

Treffen zu den Uttinger Ateliertagen 2019 im Raum B1 – Foto Harry Sternberg

Die neue Zusammensetzung der Teilnehmer an den Ateliertagen in Utting steht fest: (von links) Stamatina Medrisch, Peter Dietz, Kahleen Canady, Meike von Arndt, Helmut Vizedum, Barbara Manns, Barbara Burger-Tanck, Martin Burger, Angelika Böhm Silberhorn sowie nicht auf dem Foto: Christiane Noll, Marianne Rahneberg, Mica Knorr-Borocco, Harry Sternberg und – neu Klaus Neizert mit seinem Atelier im Hechenwanger Alten Schulhaus.

Die Ateliertage finden am 29./30. Juni und 6./7. Juli 2019 in den Arbeitsräumen der Künstler statt.

Spitznahme „Olaf“

Ammersee Kurier, Seite 7,  Kultur, 11. Dezember 2018

Vom Kohleträger zum kohlrabenschwarzen Karikaturisten 

Nué Ammann

Utting – Schon zu Schulzeiten wurde er mit Olaf Gulbransson verglichen, als „spitzeste Feder der Nachkriegszeit“ wurde und wird er gerne bezeichnet, und er soll das große Vorbild von Karikaturist Horst Haitzinger in dessen Jugendjahren gewesen sein.Gemeint ist Henry Meyer-Brockmann ein fast Vergessener, dem Harry Sternberg in seiner Galerie B1 am Uttinger Bahnhof derzeit eine Ausstellung widmet.

„Spitznahme „Olaf““ weiterlesen

Rüksichtslos höflich

Süddeutsche Zeitung, Starnberg, Seite 2, Kultur, 3. Dezember 2018

Harry Sternberg zeigt in seinem B 1 in Utting Originalkarikaturen des berühmt-berüchtigten Henry Meyer-Brockmann und lädt die Besucher zu einer kleinen Zeitreise in die Fünfziger ein

Von Katja Sebald, Utting

Der große Olaf Gulbransson war sein Lehrer, Erich Kästner entdeckte ihn, Zeitungsredakteure wussten ihn zu schätzen und diejenigen, die er mit spitzer Feder aufspießte, mussten ihn fürchten: Henry Meyer-Brockmann war einer der ganz großen Karikaturisten der deutschen Nachkriegszeit, heute ist er weitgehend vergessen. Harry Sternberg aus Utting ist es zu verdanken, dass man jetzt erstmals wieder einen Blick auf ein Werk werfen kann, das seit einem halben Jahrhundert in einer Privatsammlung schlummerte. In seinem Ausstellungsraum „B 1“ im ehemaligen Fremdenverkehrsbüro am Uttinger Bahnhofsplatz hat Sternberg unter dem Titel „Leute von heute … und gestern“ Originalzeichnungen von Henry Meyer-Brockmann zu einer kleinen Zeitreise in 1950er Jahre arrangiert. „Rüksichtslos höflich“ weiterlesen

Henry Meyer-Brockmann – Der Karikaturist

Rahmenprogramm: Privatvorführung eines Films von Stephan Bastian der für den Bayerischen Rundfunk entstand am 5. Januar 2019 um 11 Uhr. Im Film sind Zeitzeugen die Henry Meyer-Brockmann kannten zu sehen wie z. B. seine Ehefrau Henriette, Angelika Schlund, Werner Finck, Heinz Friedrich, R. Ernst Battenberg, Ernst Maria Lang, Hansi Nadler, Sepp Werkmeister. In der Ausstellung wird auch eine Bildschirmpräsentation zu einigen seiner politischen Karikaturen zu sehen sein.

Im Hinterzimmer des Konsums

Süddeutsche Zeitung, Starnberg, Seite 2, Kultur, 9, Oktober 2018

Almut Winkler baut aus rostigen Erdnussdosen, Plastikblumen und Kronkorken Türmchen und Assemblagen. Im Uttinger Ausstellungsraum „B 1“ zeigt sie ihr Gesamtwerk

Von Katja Sebald, Utting

Experimentelles sei ausdrücklich erwünscht, hatte Harry Sternberg im Sommer bei der Eröffnung seines Ausstellungsraums „B 1“ verkündet. Der Uttinger, selbst als Fotograf und Künstler aktiv, hat das ehemalige Fremdenverkehrsbüro am Bahnhofsplatz 1 für vorerst drei Jahre von der Gemeinde angemietet, um es zur Plattform für unterschiedlichste künstlerisch Ideen zu machen. Nach einer ortsgeschichtlichen Dokumentation steht nun gleich bei der zweiten Ausstellung das Experiment im Mittelpunkt: Almut Winkler hat unter dem Titel „Trash & Treasures“ in dem kleinen Raum ein Gesamtkunstwerk ausschließlich aus Dingen geschaffen, die andere Leute achtlos wegwerfen würden.

Als wären’s Säulen: Almut Winkler neben Stapeln von Klo- und Küchenpapier. (Foto: Franz Xaver Fuchs) „Im Hinterzimmer des Konsums“ weiterlesen

Trash & Treasure

Kommenden Sonntag ab 17 Uhr öffnet der Raum B1 in Utting seine Jalousien für die Ausstellung „TRASH & TREASURES“, die Künstlerin heißt Almut Winkler.

Zu sehen gibt es eine zugleich rotzige wie filigrane Raumgestaltung voller Poesie und Details. „Müll und Schätze“, der Titel verrät: Wertloses wird zu Schätzbarem, die Kraft von Farbe, Form, Material und Symbol wirkt in den Dingen, setzt sie miteinander in Verbindung und erzählt Geschichten, sinnfrei und voller Bedeutung.

TRASH AND TREASURES
RAUM B1
Bahnhofsplatz 1 in Utting

Vernissage 7.Oktober 17 Uhr mit Futter für Körper und Geist- und was auf die Ohren.
Die Künstlerin ist da, vielleicht auch präsent: 8. bis12. Oktober von 19 – 21Uhr.

Ausstellung: Claus Bastian war Häftling Nummer eins in Dachau

Artikel Landsberger Tagblatt, Seite 27, 23. August 2018

In Utting erinnert eine Ausstellung an Claus Bastian.

Bild: Andlauer

Erinnerungen des Malers und Juristen, der in Utting seine Kindheit verbrachte sind im Raum B1 ausgestellt. Ein Ort für Kunst, Kultur und Begegnungen.

Von  Dagmar Kübler

Fährt man die Bahnhofstraße in Utting Richtung See, führt der Weg direkt zu einem markanten Ensemble aus hohen Kiefern und einem kleinen Flachdachhaus dazwischen. Mit seiner kräftigen rotbraunen Farbe bildet es einen lebhaften Kontrast und gibt dem Bahnhofsplatz ein mediterranes Flair. Das Schöne daran ist, dass seit Kurzem dort die Fenster einladend offen stehen. Denn in Utting gibt es einen neuen Raum für Kultur. Harry Sternberg, geboren in Niederbayern, Uttinger seit rund 25 Jahren, Fotograf und Mitbegründer des Kulturforums Utting, hat das ehemalige Fremdenverkehrsamt zum Ort für Kunst, Kultur und Begegnung verwandelt. Im Raum B1 will er wechselnde Ausstellungen zeigen, der Raum steht aber auch für andere Kulturschaffende offen. „Ausstellung: Claus Bastian war Häftling Nummer eins in Dachau“ weiterlesen

Das schwarze Schaf der Familie

Süddeutsche Zeitung, Starnberg, Seite 2, Kultur, 28. Juli 2018

Eine Ausstellung in Utting widmet sich Kindheitserinnerungen des Malers und Juristen Claus Bastian, der einst am Ammersee lebte und als Häftling mit der Nummer 1 im KZ Dachau registriert wurde

Von Katja Sebald

In Utting gibt es einen neuen Raum für Kultur: Harry Sternberg, selbst aktiv als  Fotograf und Künstler, hat das ehemalige Fremdenverkehrsbüro am Bahnhofsplatz für drei Jahre von der Gemeinde gemietet. Das „B1“ soll Plattform für künstlerische Ideen sein, auch Experimentelles kann dort stattfinden. „Ich habe mir damit einen Traum erfüllt“, sagte Sternberg bei der Eröffnung der ersten Ausstellung „Freiheit – Wagnis – Staunen, Kindheitserinnerungen an Utting“. Es handelt sich dabei um eine einerseits ortsgeschichtliche Dokumentation, andererseits um eine sehr persönliche Rückschau auf das Leben von Claus Bastian. „Das schwarze Schaf der Familie“ weiterlesen