Die Kunst ins rechte Licht gestellt

Ausstellung Volker Kurz präsentiert Musikerporträts im Uttinger B1

Landsberger Tagblatt, Mittwoch, 2. Oktober 2019

Utting – Einen Galeristen bei der Arbeit zu beobachten, ihm zuzuschauen, wie er alles Mögliche anstellt, um die auszustellende Kunst ins rechte Licht zu rücken, das hat was. Sind es dann zwei Galeristen und überdies männlich und weiblich, dann bekommt so eine Ausstellungsvorbereitung zuweilen humorvolle Züge. Im Uttinger „B 1“, dem ehemaligen Kiosk am Bahnhofplatz 1, war das vergnüglich zu beobachten. Dort ist noch bis Sonntag, 6. Oktober, Kunst von Volker Kurz zu besichtigen.



Bei dieser Schau treten Elke Jordan und Gregor Netzer erstmals als Galeristen auf und hatten schon bei der Vorbereitung jede Menge Spaß. Eine Anordnung der Bilder, die sowohl den beiden Galeristen als auch, Harry Sternberg, dem Betreiber des B 1 gefiel, war bei so viel Vergnügen aber schnell gefunden. „Zukünftig möchten wir hier zwei Mal im Jahr Ausstellungen präsentieren“, erzählen Jordan und Netzer. „Wir möchten mehr Präsenz zeigen „als Kunstpaar sichtbar bleiben.“ Auch sollen andere Räume als die üblichen genutzt werden, schwebt ihnen vor. „Die hiesige Kunstszene könnte damit aufgebrochen, aufgeweicht, mehr als bisher geöffnet werden“, glaubt Gregor Netzer.

Mit Volker Kurz also ist ein Anfang dieses engagierten Vorhabens gemacht. Kurz ist ein malender Musiker oder musizierender Maler überdies mit erstaunlichen handwerklichen Fähigkeiten. So hat er beispielsweise Instrumente wie Geige oder Saxofon gebaut. Eigentlich ist der mittlerweile 77-Jährige aber studierter Jurist.

Malerei, Druck, Zeichnung es gibt kaum eine Technik, die er dabei nicht ausprobiert hat. Kurz’ Motive stecken stets voller Humor, auch, wenn es zuweilen Galgenhumor ist. Er malt, zeichnet, druckt Lustiges aus der Welt der Tiere und der Menschen. Besonderes Augenmerk galt aber stets der Musik. Am Jazz beeindrucke ihn das erwünschte, kreative Zusammenspiel, der dafür erforderliche Dialog der Musiker. Das bildlich festzuhalten, sei ihm ein Anliegen gewesen. Viele Jazzmusiker hat Volker Kurz deshalb gemalt und sie so auf die Leinwand gebannt, dass Charakter, Seele und Musikalität scheinbar abzulesen sind. Bezeichnend für Kurz: Die stets großen, platten Hände und ein reines Rot, das sich in Köpfen, Händen oder Kleidungsstücken wiederfindet. Ebenfalls zu sehen sind Drucke, in der Regel in Schwarz-Weiß, bei denen meist Tiere und deren (eigentümliche) Gepflogenheiten die Hauptrolle spielen. (löb)

Öffnungszeiten Raum B 1 Utting, täglich von 15 bis 19 Uhr.

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