LICHTERKETTE – Hubertus Hamm – vi-ew echo

LICHTERKETTE – die Winterreihe im raumB1

Hubertus Hamm – vi-ew echo, 2025
Vernissage: Freitag, 13. März 2026, 19Uhr
Ausstellungsdauer: 13. – 29. März 2026
Öffnungszeiten: täglich von außen erlebbar.

Yorck Dertinger präsentiert als fünfte und letzte Position der Winterreihe LICHTERKETTE im raumB1 eine Arbeit von Hubertus Hamm. Es ist uns eine besondere Ehre, den renommierten und vielfach ausgezeichneten Fotografen und Künstler mit einer zentralen Arbeit seiner Werkgruppe vi-ew zeigen zu können. 
Mit dieser Ausstellung findet die Winterreihe ihren konsequenten Abschluss – konzentriert, präzise und dem Phänomen Licht in seiner grundlegendsten Dimension gewidmet.
vi-ew bewegt sich in einer Zwischenzone von Fotografie und Skulptur. Die Arbeiten erzeugen keine Bilder im klassischen Sinn, sondern organisieren Wahrnehmung. Bild entsteht als Ereignis – abhängig von Abstand, Winkel, Licht und Bewegung. Fotografie verschiebt sich hier von der Aufnahme zur Phänomenologie. vi-ew . echo besteht aus einer metallischen Wabenstruktur (ca. 125 × 125 cm) auf schwarzem Podest im dunklen Raum. Frontal erscheint die Fläche transparent, seitlich verdichtet sie sich zur Schwärze – nicht durch Farbe, sondern durch Lichtabsorption in den Zellen. Dunkelheit und Durchlässigkeit sind Zustände des Blicks.
In der Tiefe wird eine reale LED-Kerze sichtbar. Das Motiv ist nicht gemalt, sondern als Lichtquelle präsent und erschließt sich erst in der Bewegung. Bild entsteht aus der Organisation von Licht, Material und Betrachter*in.

Die kunsthistorische Bezugnahme ist präzise gesetzt: Das schwarze Quadrat – als historischer Nullpunkt der Darstellung von Kazimir Malevich bis zu den späten Schwarzbildern von Ad Reinhardt – wird hier nicht gemalt, sondern material- und lichtphysikalisch erzeugt. 

Dem gegenüber steht das Kerzenmotiv, das im Werk von Gerhard Richter zu einem kanonischen Bild geworden ist. 

In vi-ew . echo wird es nicht abgebildet, sondern als reale Präsenz in den Raum überführt. So entsteht ein „Echo“ zweier Bildtraditionen, das weniger über Motive als über Bedingungen funktioniert: Reduktion und Figuration, Fläche und Tiefe, Darstellung und Präsenz werden nicht behauptet, sondern im Sehen erfahrbar gemacht.

Hubertus Hamm (geb. 1950) lebt und arbeitet in München. Nach dem Diplom an der Bayerischen Staatslehranstalt für Fotografie München (1973) assistierte er Jan Keetman und betreibt seit den 1970er-Jahren ein eigenes Atelier. Seit den 2000er-Jahren konzentriert er sich verstärkt auf künstlerische und Ausstellungsvorhaben, in denen er Fotografie als räumlich-materiale und wahrnehmungsabhängige Situation weiterdenkt – etwa in der Werkgruppe vi-ew.

https://hubertushamm.de

LICHTERKETTE – die Winterreihe im raumB1
Hubertus Hamm – vi-ew echo, 2025
Vernissage: Freitag, 13. März 2026, 19Uhr
Ausstellungsdauer: 13. – 29. März 2026
Öffnungszeiten: täglich von außen erlebbar.
Ort: raumB1, Utting am Ammersee, Bahnhofplatz 1

Dank an Fienbork Design für die grafische Gestaltung von Plakat und Karte

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