Amelie Ries – “People I Have (Never) Seen Before”

Liebe Kunstfreund:innen!

Der raumB1 in Utting setzt seine Frühjahrssaison mit einer eindrucksvollen Ausstellung der Künstlerin Amelie Ries fort.

Amelie Ries lebt in Issing, wo sich auch ihr Atelier befindet – einem kleinen Ort zwischen Ammersee und Lech, der für viele unscheinbar erscheinen mag, für sie jedoch der Ausgangspunkt einer intensiven künstlerischen Auseinandersetzung mit Identität, Wahrnehmung und gesellschaftlichen Strukturen ist.

Wen siehst du wirklich?

Menschen umgeben uns jeden Tag. Doch wie oft sehen wir wirklich hin? Wer bleibt unbemerkt? Wer wird übersehen? In einer Welt voller Eile, schnelllebiger Interaktionen und digitaler Reizüberflutung gehen viele Begegnungen verloren.

Mit ihrer Ausstellung „People I Have (Never) Seen Before“ lädt die Künstlerin Amelie Ries dazu ein, sich diesen Fragen zu stellen.

Ihre Arbeiten – darunter ausdrucksstarke Porträts, raumfüllende Installationen und keramische Objekte – reflektieren die Mechanismen sozialer Wahrnehmung.

Ihre abstrahierten Porträts thematisieren ungehörte, ungesehene und ungefragte Personen – sowohl am Rand der Gesellschaft als auch in unserem direkten Umfeld. Sie reflektieren soziale Distanz, aber auch das Potenzial neuer Begegnungen. In ihrer Auseinandersetzung erforschen sie das Verhältnis von Nähe und Distanz, Erinnerung und Vergessen. Die bewusst reduzierten Gesichtszüge laden dazu ein, die eigene Wahrnehmung und die Mechanismen der Aufmerksamkeit kritisch zu hinterfragen.

Besonders ihre Installation El Coro, bestehend aus hunderten schwebenden und liegenden Köpfen, konfrontiert uns mit der Anonymität der Masse. Wer sind diese Menschen? Waren sie schon einmal Teil unseres Lebens? Oder haben wir sie schlicht nicht wahrgenommen?

In Pending Thoughts hält sie 890 Gedankenfragmente auf 3.311 Keramikplättchen fest – geprägt und mit schwarzer Farbe hinterlegt. Über Monate hinweg entstanden diese Begriffe in einem intensiven, fast meditativen Prozess. Es sind Bruchstücke eines größeren Gedankengewebes, Splitter einer

fortwährenden Auseinandersetzung mit der Ausstellungsthematik.
Die Besucher sind eingeladen, Plättchen mitzunehmen und die Gedanken weiterzuführen.

Ries bewegt sich bewusst an den Schnittstellen zwischen Kunst, Soziologie und Psychologie. Die Ausstellung regt dazu an, den Blick zu schärfen, innezuhalten und echte Begegnungen zuzulassen. Es ist eine Einladung, das Unsichtbare sichtbar zu machen und darüber nachzudenken, wie sehr unsere Wahrnehmung von Gewohnheiten, Vorurteilen und gesellschaftlichen Normen geprägt ist.

Die Ausstellung läuft vom 11. April bis 3. Mai 2025 und ist ein Muss für alle, die sich für gesellschaftlich relevante Kunst interessieren.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Amelie Ries – “People I Have (Never) Seen Before” 
11. April – 3. Mai 2025

Fr. 11.04. – Vernissage 19 Uhr

Öffnungszeiten
Sa. 12.04. 15 – 18 Uhr
So. 13.04 15 – 18 Uhr
So. 20.04. 15 – 18 Uhr
So. 27.04 15 – 18 Uhr

Sa. 03.05. – Finissage 19 Uhr

Wir bedanken uns bei Fienbork Design https://www.fienbork-design.de für die Gestaltung von Plakat und Einladungskarte.

Isabelle Dyckerhoff – „Things I Do While Watching Paint Dry“

Der Winter neigt sich dem Ende, der Frühling steht vor der Tür – und mit ihm erwacht auch der raumB1 zu neuem Leben! Mit frischem Schwung starten wir in die Saison 2025.

Den Auftakt macht Joerg Staeger mit der Ausstellung:

Isabelle Dyckerhoff – „Things I Do While Watching Paint Dry“
14. März – 6. April 2025

Eröffnung: Freitag, 14. März 2025, um 18:00 Uhr

Wie kann man Farbe malen? Diese Frage erkundet die renommierte Künstlerin immer aufs Neue. Isabelle Dyckerhoff ist in erster Linie Malerin. Farben legen sich auf die Leinwand wie Spuren eines inneren Takts. Striche, Flecken, Felder – geordnet und doch frei, von klarer Struktur und dennoch atmend. Die Flächen verdichten sich, lösen sich wieder auf, lassen Raum für das Unbemalte. Gegenstandslos, minimalistisch, abstrakt. Isabelle Dyckerhoffs Malerei ist nicht das Festhalten eines Moments, sondern ein fortwährender Prozess – ein Stillstand, der in Bewegung bleibt.

Doch ihre Kunst geht über die reine Malerei hinaus – sie ist Prozess, ein beständiges Ringen mit Format, Oberfläche, Farbe, Material und Struktur.

Things I Do While Watching Paint Dry

Mit der Ausstellung von Isabelle Dyckerhoff eröffnet Joerg Staeger im raumB1 die Saison 2025 und setzt damit den Fokus nicht auf Malerei, sondern auf grundlegende künstlerische Prozesse: Setzung und Korrektur, Verdichtung und Freilassen, Kontrolle und Loslassen als dauerhaftes Experiment.

Bei einem Atelierbesuch stellte Dyckerhoff eine Arbeitsreihe vor, in der überraschenderweise nicht Leinwand und Farbe im Mittelpunkt standen, sondern andere Materialien und Techniken. Sie kommentierte es mit einem einzigen Satz: „Das ist, was ich tue, während ich der Farbe beim Trocknen zusehe.“

Warten als Teil des künstlerischen Prozesses

Der Ausstellungstitel ist zugleich Konzept. „Watching paint dry“ – im Englischen ein Synonym für Langeweile – bekommt in Dyckerhoffs Schaffen eine zweite Bedeutung. Denn das Warten auf die Trocknung der Farbe ist Bestandteil eines künstlerischen Prozesses.

„Ich kann nichts tun. Möchte aber unbedingt arbeiten. Also was tun? Tatenlos zusehen, wie die Farbe trocknet? Das bedeutet Leerlauf. Manchmal ausruhen. Manchmal Reflexion. Manchmal Langeweile. Bevor die Gedanken anfangen zu kreisen, ob Gelb in die obere Ecke muss, fange ich an, meine Linien, Kreise, Gitter und Raster zu ziehen: mit dem Pinsel und Aquarellfarbe, mit dem Stift in Ölfarbe, mit gerissenem Papier, mit Ton und Glasur und Draht.“

Zeichnungen, Objekte, serielle Strukturen

Ab Freitag, den 14. März, bis Sonntag, den 6. April 2025, zeigt der raumB1 Werke, die durch dieses künstlerische Denk-, Erlebens- und Arbeitsprinzip entstanden sind.

Zeichnungen, Papierarbeiten und Objekte entstehen nach ähnlichen Prozessen wie Dyckerhoffs Malerei: ein immer währendes Abwägen, das Risiko, bisher Gewonnenes zu verlieren, Korrektur und Zurückweichen, Spuren hinterlassen – ein fortwährendes Ringen.

Übermalen, hineinritzen, schreiben, kratzen – eine stetige Auseinandersetzung mit Material und Zeit. Physikalische Prozesse wie das Trocknen von Farbe oder das Brennen von Ton werden zu Symbolen für Geduld, Warten und Vergänglichkeit.

Formen, Rhythmen, Wiederholungen

Linien, Zeichen, Gitter, Raster, Kreise, Spiralen.
Sticken, Stricken, Weben, Spinnen, Beten, Atmen, Gehen.

Das serielle Arbeiten, die Wiederholung von Strukturen und die meditative Qualität des Tuns können vielleicht in der Tradition von Agnes Martin oder Hanne Darboven gesehen werden. Dyckerhoffs Werke sind keine statischen Kompositionen, sondern lebendige, prozesshafte Zustände – immer in Bewegung, immer auf der Suche.

Und am Ende beginnt alles von vorn: „Things I do while watching paint dry.

https://www.isabelledyckerhoff.de

Vernissage
Freitag 14.03.25 18:00 Uhr.



Öffnungszeiten

Sa. 15.03. 15:00 – 18:00
So. 16.03. 15:00 – 18:00

So. 23.03. 15:00 – 18:00

So. 30.03. 15:00 – 18:00

Sa. 05.04. 15:00 – 18:00
So. 06.04. 15:00 – 18:00 (Finissage)

Ansonsten jederzeit von Aussen einsehbar!!

Mathias Neuhauser: L ́ Ultima Uscita Paradiso – Letzte Ausfahrt Paradies

Yorck Dertinger präsentiert:

Mathias Neuhauser: L ́ Ultima Uscita Paradiso – Letzte Ausfahrt Paradies

Yorck Dertinger präsentiert:

Liebe Kunstfreund:innen,

Im raumB1 in Utting, seit Kurzem unter neuer Regie, freut man sich, nach dem erfolgreichen Auftakt von Mario Milchbrandtweinstättder, bereits auf die nächste Ausstellung zu der wir Sie/Euch herzlich einladen wollen:

Yorck Dertinger präsentiert:

Mathias Neuhauser: L ́ Ultima Uscita Paradiso – Letzte Ausfahrt Paradies

Dertinger, selbst seit vielen Jahren als professioneller Fotograf unterwegs, ist begeistert von der Gelegenheit, die Fotoarbeiten von Neuhauser erstmalig öffentlich ausstellen zukönnen. Mit „Letzte Ausfahrt Paradies“ präsentiert M. Neuhauser erstmals ein Fotoessay.


Der namhafte Musikproduzent Mathias Neuhauser, bekannt für seine Zusammenarbeit mit Größen wie Iggy Pop, A-HA und Skunk Anansie sowie für seine Beiträge zu internationalen Werbekampagnen und Filmmusiken zeigt nun eine weitere Facette seines künstlerischen Schaffens: die Fotografie. 


Mathias Neuhauser hat sich mit seiner einzigartigen Herangehensweise und seinem unverkennbaren Blick einen Namen gemacht. Die Unmittelbarkeit und Diskretion des iPhones ermöglichten Bilder von ungewöhnlicher Intimität und Schärfe.

Mit einer eigenen Sichtweise auf die Welt entdeckt er seine Poesie des Alltags in vermeintlich banalen Dingen und skurrilen Momenten. Witz, bis hin zu schmerzvoller Ironie, sowie eine ganz eigene Ästhetik, bieten Einblicke in eine Welt, die Viele sich das ganze Jahr über herbeisehnen.

Mit durchaus vergleichbaren Ansätzen wie in den Arbeiten der berühmten Fotografen Martin Parr und Bruce Gilden, fängt Neuhauser Momente und Details ein und verleiht ihnen eine besondere narrative Kraft.
Anlässlich der Ausstellung im raumB1 werden Arbeiten zu sehen sein, die über einen längeren Zeitraum an verschiedenen südeuropäischen Urlaubsorten entstanden sind.Neuhauser wird seine Arbeiten in einem speziell für den raumB1 entwickelten Installationskonzept präsentieren, das die suggestive Kraft seiner Bilder auf wunderbare Weise unterstützt und die Besucher des raumB1 auf eine Reise in seine spannende und überraschende visuelle Welt mitnimmt.

Die Ausstellungseröffnung im raumB1 findet zeitgleich mit dem Start des jährlichen Summermarkts in Utting am Freitag, den 21. Juni 2024 statt.
Wir freuen uns auf viele bekannte und noch unbekannte Gesichter und sind schon gespannt auf die persönlichen Reiseberichte….

Vernissage 21.06.24 ab 17:00 Uhr.


Öffnungszeiten
Sa. 22. / So. 23 06.     16:00-19:00 Uhr
So. 30.06.                    16:00-19:00 Uhr
So. 07.07.                    16:00-19:00 Uhr
So. 14.07.                    16:00-19:00 Uhr

Ansonsten jederzeit von Aussen einsehbar!!