Harry Sternberg – 49-mal vorbei

Einladung zur Vernissage: Freitag, 5. September, 19 Uhr
raumB1 Kunst- und Kulturraum e.V., Bahnhofstr. 1, Utting am Ammersee

Harry Sternberg ist zurück – obwohl er eigentlich nie weg war.

Im September kehrt der Gründer des raumB1 mit einer Einzelausstellung an den Ort zurück, den er selbst ins Leben gerufen hat, und öffnet die Seiten eines sehr persönlichen visuellen Tagebuchs.

In „49-mal vorbei“ zeigt Sternberg seine fotografische und künstlerische Begabung in konzentrierter Form. Getragen von liebevoller Beobachtung und einem unverwechselbaren Blick für das Magische im Alltäglichen, führt er uns durch vier Jahre – von den ersten, fast lautlosen Tagen der Pandemie bis zu einem neuen Aufbruch nach überstandener Krankheit.

„Diese Aufnahmen sind flüchtige Begegnungen“, sagt Harry Sternberg. „Entstanden im Vorübergehen, mit dem Smartphone – ungestellt, ungeplant, ein Blick, der hängen blieb.“

Die 49 Fotografien im quadratischen Format 20 × 20 cm sind Momentaufnahmen: poetisch, grafisch, fokussiert, farbenfroh, ironisch, humorvoll, mehrdeutig, tiefsinnig, manchmal rätselhaft, nie laut. Sie zeigen Ausschnitte des Alltags – vermeintlich banale Objekte, Oberflächen und Schatten, urbane Räume und Naturfragmente, Spuren von Menschen, ohne diese selbst abzubilden.

Täglich entstand ein Bild, das Sternberg zunächst als spontane Notiz in den sozialen Medien teilte und das dort vielfach weiterverbreitet wurde. Aus dieser Fülle täglicher Aufnahmen wurde für die Ausstellung eine Auswahl getroffen, die jeweils einen Monat repräsentiert. Heute kehren die Bilder in neuer Form zurück: bewusst ausgewählt, neu geordnet, jenseits der flüchtigen Timeline – von den anonymen Weiten der sozialen Medien hin zur analogen Ausstellung, die der unmittelbaren Betrachtung und persönlichen Begegnungen den entsprechenden Raum gibt.

„49-mal vorbei“ ist kein lautes Spektakel, sondern eine leise Spurensuche – eine Komposition fragmentarischer Beobachtungen, die den Blick für das Alltägliche schärft und durch Harry Sternbergs Kunst kleine, verborgene Botschaften ans Licht bringt.
Vernissage: Freitag, 5. September, 19 Uhr
Öffnungszeiten: Samstag & Sonntag, 15–18 Uhr
Finissage: Sonntag, 28. September, 15–18 Uhr

raumB1 Kunst- und Kulturraum e.V., Bahnhofstr. 1, Utting am Ammersee

Yorck Dertinger: „New York 1993–94“ Buchpräsentation und Ausstellung


Buchpräsentation und Vernissage
Samstag, 2. August 2025
Beginn: 19:00 Uhr
Buchverkauf & Signierung vor Ort

Der raumB1, Bahnhofstraße 1, Utting am AmmerseeDer raumB1 lädt gemeinsam mit Diana Graham und Yorck Dertinger herzlich zur feierlichen Buchpräsentation und Eröffnung einer begleitenden Ausstellung ein.

Gezeigt werden erstmals öffentlich Fotografien von Yorck Dertinger – aufgenommen in New York in den Jahren 1993 und 1994. Die Bilder sind ein eindrucksvolles, bislang ungesehenes Zeitdokument aus einer Stadt im Wandel.

Dertinger lebte Anfang der 1990er-Jahre ein Jahr lang in New York und realisierte dort ein radikales fotografisches Projekt: Täglich eine Rolle Schwarzweißfilm – über zwölf Monate hinweg. Ohne digitale Bearbeitung, ohne Inszenierung – direkt, ungeschönt, analog.

Entstanden ist eine visuelle Chronik des urbanen Alltags jenseits aller Postkartenidyllen: ein New York voller Energie, Gegensätze und Härte.

Schon damals entschied sich Dertinger, das Material erst drei Jahrzehnte später zu veröffentlichen. So wurde das Projekt für ihn nicht nur zur fotografischen Studie einer Stadt, sondern auch zu einer zeitversetzten Auseinandersetzung mit sich selbst.

Mit der Intuition eines Dokumentaristen und dem Blick für das Wesentliche fängt Dertinger Szenen ein, die oft unbeachtet bleiben – das Abseitige, das Flüchtige, das Wahre. Seine Fotografien erzählen von einem Leben zwischen Straßenkreuzungen, Bars und verlassenen Winkeln der Stadt, vom Rhythmus der Metropole und ihrer Menschen.

Fast dreißig Jahre lag das gesamte Material im Archiv. Erst vor Kurzem wurden die Bilder gesichtet – und bilden nun die Grundlage für das gleichnamige Fotobuch, das zur Ausstellung erscheint. 

Gestaltung und Herausgabe übernahm die renommierte New Yorker Designerin Diana Graham, die Anfang der 1990er-Jahre selbst in Manhattan lebte und dort das Designstudio Diagram (https://dianagraham.de) leitete. Heute lebt sie am Ammersee. In Dertingers Bildern erkannte sie nicht nur eine kraftvolle Dokumentation, sondern auch ein kollektives visuelles Gedächtnis ihrer Heimatstadt.

Die Buchpräsentation und Vernissage finden am Samstag, den 2. August 2025, ab 19 Uhr im raumB1 in Utting am Ammersee statt. Die Ausstellung ist bis Ende August geöffnet. Der Eintritt ist frei, das Buch kann vor Ort erworben und signiert werden.

raumB1 lädt ein zu einer fotografischen Reise in ein vergangenes New York – und zur Begegnung mit einer künstlerischen Position, die überrascht und bewegt.

raumB1, Bahnhofstr.1, Utting am Ammersee
Buchpräsentation und Vernissage
Samstag, 2. August 2025
Beginn: 19:00 Uhr
Buchverkauf & Signierung vor Ort

Weitere Öffnungszeiten:
So. 03. August 
So. 10. August
So. 17. August
jeweils 15-18 Uhr

New York in the year 93 and 94. All photographs on 35mm Film, uncut, full frame.

INTO EXISTENCE

Mark Huebner – Ausstellung und Live Painting Performance

Eröffnung:
14. Juni 2025, 19:00 Uhr

Mit „INTO EXISTENCE“ präsentiert Yorck Dertinger im raumB1 eine eindrucksvolle Ausstellung des international renommierten Künstlers Mark Huebner, geboren 1966 in Frankfurt am Main. Zur Vernissage wird der Künstler mit einer begleitenden Live Painting Performance persönlich anwesend sein.

Mark Huebner ist bekannt für seine großformartigen Malereien, raumgreifenden Installationen und performativen Arbeiten. Sein künstlerisches Schaffen erstreckt sich über mehrere Jahrzehnte und Kontinente – ein Werk von außergewöhnlicher Bandbreite, das tief in die menschliche Erfahrung eintaucht. Es ist zutiefst existenziell, vielschichtig und visuell kraftvoll – eine Einladung an das Publikum, sich mit den großen Fragen des Daseins auseinanderzusetzen.

„Diese neuen großformartigen Werkreihen sind ebenso mystisch wie allegorisch. In MARK begegnen wir einem wahren Renaissance-Menschen…“
– Anthony Fawcett, britischer Kunstkritiker

Bereits 1989 gründete Huebner sein erstes Atelier auf der Münchner Praterinsel. In dieser Zeit entstanden monumentale Skulpturen aus Stahl, oft begleitet von expressiven Live-Performances. Internationale Ausstellungen und Kooperationen mit namhaften Künstler*innen folgten.

Im Jahr 2000 verlagerte er seinen Lebensmittelpunkt in den Regenwald Costa Ricas, wo er mit „Bamboo Rocks“ ein ökologisches Kunst- und Lebensprojekt gründete. Die enge Verbindung von Natur, Architektur und Kunst fand Ausdruck in „Ojo del Mar“, einem nachhaltigen Rückzugsort mit der höchsten Naturbau-Turmstruktur Zentralamerikas.

Heute lebt und arbeitet Mark Huebner zwischen dem Dschungel der pazifischen Küste Costa Ricas und Europa. Seine Malerei ist geprägt von energetischen Gesten, experimentellen Techniken und tiefen, meditativen Bildwelten. Sie öffnet Räume, in denen sich Intuition, Körperlichkeit und Reflexion begegnen.

Live Painting zur Erönung

Ein besonderer Höhepunkt der Vernissage ist die exklusive Live Painting Performance:

Mark Huebner erschafft im Moment – mit Körper, Farbe und Bewegung – ein Werk vor den Augen des Publikums. Dieser performative Akt ist mehr als ein künstlerischer Prozess: Er ist ein lebendiges Ritual, das Entstehung, Präsenz und Transformation vereint. Das Bild wird zur Bühne, der Malakt zur Erfahrung – intensiv, unvorhersehbar, sinnlich.

Art begins where words fail.“ – Mark Huebner

INTO EXISTENCE reiht sich ein in die lange Tradition der Kunst als Spiegel und Gegenbild zur „Wirklichkeit“ – von den Höhlenmalereien bis zur Performance der Gegenwart.
Doch Mark Huebner geht darüber hinaus: Er zeigt, dass dort, wo die Sprache an ihre Grenzen stößt, die Kunst ihr eigentliches Terrain betritt – als archaische, körperliche und geistige Praxis des Begreifens.

INTO EXISTENCE
Mark Huebner – Ausstellung und Live Painting Performance

Eröffnung:
14. Juni 2025, 19:00 Uhr
raumB1, Bahnhofstraße 1, Utting am Ammersee

Weitere Öffnungszeiten:
So. 15., So.22., Fr. 27., So. 29. Juni, jeweils 16:00–19:00 Uhr

Einladung zur Finissage mit Lesung – Amelie Ries

Liebe Freundinnen und Freunde des raumB1,

wir laden Euch herzlich ein zur Finissage der Ausstellung:
Amelie Ries – People I Have (Never) Seen Before
Samstag, 3. Mai 2025, um 19:00 Uhr

Zum Abschluss dieser leisen, tiefgründigen Ausstellung erwartet Euch ein Abend, an dem sich Bildende Kunst und Lyrik in besonderer Weise begegnen – zart, eindringlich und voller Resonanz.

Lesung mit Sabine Kastius – Langjährige Sprecherin beim BR und anderen Sendern,  Atem- und Sprechtrainerin, Literaturvermittlerin: Seminare im Haus Buchenried im Sept. 25(https://www.sabinekastius.de/)

Sabine Kastius liest Gedichte von Rainer Malkowski, Wislawa Szymborska und Mascha Kaléko – Lyrik, die mit leiser Intensität das Menschliche berührt: das Übersehene, das Ungesagte, das Fragile. Texte, die fragen, was wir wahrnehmen – und was uns entgeht.

Wie die Werke von Amelie Ries (https://www.amelie-ries.de/) richten auch diese poetischen Stimmen den Blick auf das, was im Strom des Alltags oft unbeachtet bleibt: Begegnung, Erinnerung, Sichtbarkeit – und die stille Unsichtbarkeit des Einzelnen.

Zwischen keramischen Köpfen, abstrahierten Porträts und literarischen Fragmenten entfaltet sich ein leiser, eindringlicher Dialog über das Menschsein.

Samstag, 3. Mai 2025, 19:00 Uhr 
raumB1, Bahnhofstraße 1, 86919 Utting am Ammersee

Der Eintritt ist frei.
Wir freuen uns jedoch über einen wertschätzenden Beitrag zur Unterstützung der Lesung und der Ausstellungsarbeit. Mit Eurer Hilfe bleibt raumB1 ein Ort für Begegnung, Kunst und lebendigen Austausch.

Kommt vorbei – lassen wir diese besondere Ausstellung an diesem poetischen Abend gemeinsam ausklingen: mit bildender Kunst, Gesprächen und einem Glas Wein.

Mit herzlichen Grüßen

Joerg Staeger & das Team von raumB1

Amelie Ries – “People I Have (Never) Seen Before”

Liebe Kunstfreund:innen!

Der raumB1 in Utting setzt seine Frühjahrssaison mit einer eindrucksvollen Ausstellung der Künstlerin Amelie Ries fort.

Amelie Ries lebt in Issing, wo sich auch ihr Atelier befindet – einem kleinen Ort zwischen Ammersee und Lech, der für viele unscheinbar erscheinen mag, für sie jedoch der Ausgangspunkt einer intensiven künstlerischen Auseinandersetzung mit Identität, Wahrnehmung und gesellschaftlichen Strukturen ist.

Wen siehst du wirklich?

Menschen umgeben uns jeden Tag. Doch wie oft sehen wir wirklich hin? Wer bleibt unbemerkt? Wer wird übersehen? In einer Welt voller Eile, schnelllebiger Interaktionen und digitaler Reizüberflutung gehen viele Begegnungen verloren.

Mit ihrer Ausstellung „People I Have (Never) Seen Before“ lädt die Künstlerin Amelie Ries dazu ein, sich diesen Fragen zu stellen.

Ihre Arbeiten – darunter ausdrucksstarke Porträts, raumfüllende Installationen und keramische Objekte – reflektieren die Mechanismen sozialer Wahrnehmung.

Ihre abstrahierten Porträts thematisieren ungehörte, ungesehene und ungefragte Personen – sowohl am Rand der Gesellschaft als auch in unserem direkten Umfeld. Sie reflektieren soziale Distanz, aber auch das Potenzial neuer Begegnungen. In ihrer Auseinandersetzung erforschen sie das Verhältnis von Nähe und Distanz, Erinnerung und Vergessen. Die bewusst reduzierten Gesichtszüge laden dazu ein, die eigene Wahrnehmung und die Mechanismen der Aufmerksamkeit kritisch zu hinterfragen.

Besonders ihre Installation El Coro, bestehend aus hunderten schwebenden und liegenden Köpfen, konfrontiert uns mit der Anonymität der Masse. Wer sind diese Menschen? Waren sie schon einmal Teil unseres Lebens? Oder haben wir sie schlicht nicht wahrgenommen?

In Pending Thoughts hält sie 890 Gedankenfragmente auf 3.311 Keramikplättchen fest – geprägt und mit schwarzer Farbe hinterlegt. Über Monate hinweg entstanden diese Begriffe in einem intensiven, fast meditativen Prozess. Es sind Bruchstücke eines größeren Gedankengewebes, Splitter einer

fortwährenden Auseinandersetzung mit der Ausstellungsthematik.
Die Besucher sind eingeladen, Plättchen mitzunehmen und die Gedanken weiterzuführen.

Ries bewegt sich bewusst an den Schnittstellen zwischen Kunst, Soziologie und Psychologie. Die Ausstellung regt dazu an, den Blick zu schärfen, innezuhalten und echte Begegnungen zuzulassen. Es ist eine Einladung, das Unsichtbare sichtbar zu machen und darüber nachzudenken, wie sehr unsere Wahrnehmung von Gewohnheiten, Vorurteilen und gesellschaftlichen Normen geprägt ist.

Die Ausstellung läuft vom 11. April bis 3. Mai 2025 und ist ein Muss für alle, die sich für gesellschaftlich relevante Kunst interessieren.

Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Amelie Ries – “People I Have (Never) Seen Before” 
11. April – 3. Mai 2025

Fr. 11.04. – Vernissage 19 Uhr

Öffnungszeiten
Sa. 12.04. 15 – 18 Uhr
So. 13.04 15 – 18 Uhr
So. 20.04. 15 – 18 Uhr
So. 27.04 15 – 18 Uhr

Sa. 03.05. – Finissage 19 Uhr

Wir bedanken uns bei Fienbork Design https://www.fienbork-design.de für die Gestaltung von Plakat und Einladungskarte.

HOLYMOLY – Kunst zum Mitnehmen

Kunst und Engagement im raumB1

Liebe Kunstfreund:innen!

Unser ereignisreiches erstes Jahr als Betreiber des raumB1 neigt sich dem Ende zu, und wir blicken stolz auf spannende Monate als Ausstellungsmacher zurück. Unsere vielfältigen Projekte haben bei unseren Besucher*innen und Künstler*innen ausschließlich positve Resonanz gefunden und bestärken uns darin, auch 2025 mit einer breiten Palette künstlerischer Positionen die Kulturlandschaft am Westufer des Ammersees und darüber hinaus zu bereichern. Schon jetzt sind für 2025 mehrere spannende Ausstellungen in Vorbereitung.

Doch bevor es soweit ist, haben wir noch etwas Besonderes vor:

HOLYMOLY – Kunst zum Mitnehmen
An fünf Terminen im Dezember verwandelt sich der raumB1 zur Vorweihnachtszeit in einen alternativen Ort der Begegnung – stimmungsvoll, überraschend und inspirierend zugleich. Von Objekt und Skulptur über Malerei bis hin zu Fotografie stellen namhafte Künstler*innen ihre Werke aus. Eine Ausstellung voller wunderbarer Kunstwerke, die nicht nur zum Entdecken einladen, sondern auch direkt erworben und mitgenommen werden können!

Ein Teil des Erlöses fließt dabei in den Fortbestand des raumB1: Die Künstler*innen haben sich dazu entschlossen, einen Teil ihrer Einnahmen zu spenden, um unsere ehrenamtliche Arbeit zu unterstützen. So tragen die Besucher*innen mit dem Erwerb eines Kunstwerks aktiv dazu bei, die lokale Kunstszene zu fördern und eine lebendige Plattform für künstlerische Begegnungen zu sichern.

Auch ohne die Absicht, die private Kunstsammlung um ein besonderes Objekt zu erweitern, freuen wir uns auf Ihren Besuch. Wie bei allen Ausstellungen im raumB1 sind es die Begegnungen und der wertvolle Austausch über Kunst und Kultur, die einen wichtigen Teil unseres Engagements ausmachen.

Herzliche Grüße
das raumB1 Team

Start:
Sonntag, 1. Dezember 2024 (1. Advent),
14 – 18 Uhr – Glühwein, Feuer und Musik inklusive

Weitere Termine:
Samstag, 7.12., Sonntag, 8.12., Samstag, 14.12., Sonntag, 15.12.,
jeweils von 14 – 18 Uhr

Teilnehmende Künstler*innen:
Toni Braovac . Yorck Dertinger . Hannah Doepke . Frank Fienbork .
Diana Graham (Hans Dumler) . Claudia Hassel . Alexandra Hendrikoff .
Ele Kittl . Victoria Martini . Mario Milchbrantweinstätter . Mathias Neuhauser . Marius Polter . seba.