Kinetische Objekte von Timur Dizdar

Neue „Einblicke“ in meinen Raum B1 in Utting werden gewährt. Durch die Schaufenster zu sehen und zu schalten sind kinetische Objekte von Timur Dizdar.

Timur Dizdar greift mit seinen beweglichen Objekten und schwarzem Wasser den ästhetischen Aspekt des Sinnlosen, des Wiederholens von gleichen Abläufen auf. „Mit der Farbe Schwarz verbinde ich Ruhe und Kraft.“ Intuitiv fügt er Maschinen- und Installationsarmaturen zusammen, lässt sie drehen, glühen und kochen. Im Vordergrund stehen für ihn gestalterisch-formale Kriterien. Titel wie polarität, ausgleich oder unter-druck weisen auf mögliche weitere Ebenen hin. Zum Einsatz in der Ausstellung im Raum b1 kommen unter anderem ein Heizstab, eine Wasserpumpe, eine rotierende Herdplatte, Eisenoxid und Kaffee. Typisch für Timur Dizdar ist, dass die Besucher, den Mechanismus in Gang setzen, diesmal über ein speziell angefertigtes Tasten – Schaltbrett an der Fassade. Dadurch muss der Raum gemäß der aktuell geltenden Hygienevorschriften gar nicht betreten werden, die großen Fenster geben den Blick von außen frei.                                                           

Timur Dizdar, 1975 in München geboren, hat nach einer Berufsausbildung als Orthopädieschuhmacher die FOS für Kunst und Gestaltung besucht, danach ein Studium der Bildhauerei und Kunsterziehung an der Akademie der Bildenden Künste in München absolviert und war Meisterschüler von Magdalena Jetelová. Nach dem Studium gibt er Kunstunterricht an Gymnasien und arbeitet im Vorstand des Künstlerverbund (KV) im Haus der Kunst München mit.  

Zu sehen waren seine Arbeiten unter anderem in der Galerie des BBK München, im Haus der Kunst, in Prag und Mexico City. Das Genre Bildhauerei bespielte er in verschiedenen Facetten, von Performance, Happening, Raum- und Videoinstallationen bis zu kinetischen Objekten, auf denen seit jüngster Zeit sein Schwerpunkt liegt.Inzwischen lebt er mit seiner Familie in Landsberg.                           

Leider kann es keine Vernissage geben, Timur Dizdar wird aber am Samstagabend ab 19:00 Uhr vor Ort sein und sich freuen, wenn wir uns draußen auf ein kurzes Gespräch mit Abstand oder auch auf ein Abstandsbier treffen.

Sehr gerne, könnt Ihr mit ihm per E-Mail auch einen individuellen Termin vor Ort vereinbaren. Das würde ihn sehr freuen.

papatimur@gmail.com

www.timur-dizdar.com

Raum B1
Ausstellungsdauer: Samstag, 27. Juni bis Dienstag 28. Juli
Bahnhofplatz 1
86919 Utting am Ammersee

Grenzen Spüren – Meike von Arndt

GRENZEN SPÜREN

Unter dem Motto GRENZEN SPÜREN bespielt die Uttinger Künstlerin Meike von Arndt  den Raum B1 in Utting.

Meike von Arndt hat beobachtet, daß sich fast über Nacht unser Leben in diesem Frühjahr verändert hat. Was macht das mit einem, wenn draußen das Leben vorüberzieht und die Welt plötzlich eine andere wird? In Form einer längeren Meditation, das Tempo drosseln, Abstand nehmen, Stille und während dessen die Veränderung: Große, breite Straßen plötzlich ohne Verkehr, menschenleere Bürgersteige, am Himmel keine Flugzeuge, die Sonne schien, der Himmel wirkte heller als zuvor, Menschen schien es kaum mehr zu geben, eigentlich eine paradiesische Welt. Gedanken mit denen sich Meike von Arndt in den letzten Wochen künstlerisch auseinandersetzte.

Zu sehen im
Raum B1, Utting; Bahnhofplatz 1
Geöffnet in der Fronleichnamswoche vom 9. Juni bis 14. Juni 2020
Mittwoch bis Sonntag von 17 bis 20 Uhr und
zusätzlich Donnerstag (Fronleichnam), Samstag und Sonntag von 11 bis 13 Uhr

Einblicke von außen jederzeit vom 9. Juni bis 21. Juni 2020

Es gelten beim betreten vom Raum B1 Maskenpflicht und die gesetzlichen Abstandsregeln.