Hans Dumler Griechische Landschaften

In der aktuellen Ausstellung im Raum B1  werden Bilder vom Uttinger Künstler Hans Dumler unter dem Titel „Griechische Landschaften“ gezeigt.
Der in Utting 2017 verstorbene Hans Dumler wurde 1922 in Köln geboren. 1939 besuchte er die Kölner Werkschulen und 1947 die Akademie der bildenden Künste München und war Meisterschüler von Franz Nagel. Es folgte ein Studium bei Goetz und Singier in Paris. Er siedelte von München über Gut Memming 1992 nach Utting über.

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Der Maler Hans Dumler hat ein ungewöhnlich vielseitiges und umfangreiches Œuvre geschaffen. Die Ausstellung im B1 beschränkt sich auf die Werkgruppe und Schaffensperiode der Griechischen Landschaften.

Erika Waldow schrieb im Vorwort zur Mappe „Figuren, Bilder, Plastik“ die anlässlich einer Ausstellung 1997 im Stadtmuseum München entstand:

Die griechischen Landschaften, 1966 bis 1968 entstanden, führten den Künstler zu einer Um- und Neuorientierung in seiner Kunst.

1965 erhielt Hans Dumler u.a. von der Stadt München den Förderpreis für Malerei und nutzte ihn, um 1966 vier Monate mit seinem R4, vollbeladen mit Malmaterialien, kreuz und quer durch Griechenland zu fahren. 1967 und 1968 unternahm er zwei weitere Reisen dorthin. Hans Dumler suchte zum Arbeiten nicht die Sehenswürdigkeiten; ihn faszinierte die ursprüngliche griechische Landschaft, deren Lebendigkeit und Formenvielfalt er in zahllosen Zeichnungen, Aquarell-, Deckfarben und Gouacheblättern festhielt; die Öl- und Acrylgemälde wurden später im Atelier gemalt. Dumler lernte die Naturformen der Hügel und Bergrücken, der sich schlängelnden Wege und Wasserläufe, die Fleckenmuster auf Fels und Stein auswendig. Er studierte den Rhythmus von Geländestufen, den Takt aufgereihter Bäumchen, die Ordnungsstruktur der Ackerflächen und entdeckte darin wichtige Kompositionsgesetze. Gern zeichnete er von einem erhöhten Standort aus das Gelände und gewann so die Weite des (Bild-) Raumes. Das griechische Licht bewirkt, dass alle Konturen klar, Nähe und Ferne gleich deutlich erkennbar sind. Die Perspektive und ihr hierarchischer Zwang sind aufgehoben, wie auch schon in der altgriechischen Vasenmalerei. Oben und unten, rechts und links, alle Bildelemente sind gleichwertig, das erzeugt die teppichartige Wirkung mancher Bilder. Kleine Häuschen, die den Straßenrand säumen, machen die Wegbiegung mit und stehen dann kopf; Der Maler entdeckt Formverwandschaften, z. B. wenn der Umriss einer Wolke dem Bogen der Meeresbucht ähnelt, und findet so abstrakt zu verwendende Flächenformen. Im Laufe des Arbeitens verselbständigen sich die Formelemente, werden ein spannender Prozess! Der Maler entwickelt in Griechenland sein ganz persönliches Farbenvokabular  und Bildgesetze, die sein Leben lang wirksam bleiben.


Die Ausstellung  beginnt an Christi Himmelfahrt 30. Mai im B1, Bahnhofplatz 1, in Utting und endet am 23. Juni 2019 und ist jeweils an den Sonntagen und an den Feiertagen 10. Juni und 20 Juni von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Die Vernissage ist am Mittwoch den 29. Mai um 19 Uhr.

Bei Olympia

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