Im Hinterzimmer des Konsums

Süddeutsche Zeitung, Starnberg, Seite 2, Kultur, 9, Oktober 2018

Almut Winkler baut aus rostigen Erdnussdosen, Plastikblumen und Kronkorken Türmchen und Assemblagen. Im Uttinger Ausstellungsraum „B 1“ zeigt sie ihr Gesamtwerk

Von Katja Sebald, Utting

Experimentelles sei ausdrücklich erwünscht, hatte Harry Sternberg im Sommer bei der Eröffnung seines Ausstellungsraums „B 1“ verkündet. Der Uttinger, selbst als Fotograf und Künstler aktiv, hat das ehemalige Fremdenverkehrsbüro am Bahnhofsplatz 1 für vorerst drei Jahre von der Gemeinde angemietet, um es zur Plattform für unterschiedlichste künstlerisch Ideen zu machen. Nach einer ortsgeschichtlichen Dokumentation steht nun gleich bei der zweiten Ausstellung das Experiment im Mittelpunkt: Almut Winkler hat unter dem Titel „Trash & Treasures“ in dem kleinen Raum ein Gesamtkunstwerk ausschließlich aus Dingen geschaffen, die andere Leute achtlos wegwerfen würden.

Als wären’s Säulen: Almut Winkler neben Stapeln von Klo- und Küchenpapier. (Foto: Franz Xaver Fuchs) „Im Hinterzimmer des Konsums“ weiterlesen

Trash & Treasure

Kommenden Sonntag ab 17 Uhr öffnet der Raum B1 in Utting seine Jalousien für die Ausstellung „TRASH & TREASURES“, die Künstlerin heißt Almut Winkler.

Zu sehen gibt es eine zugleich rotzige wie filigrane Raumgestaltung voller Poesie und Details. „Müll und Schätze“, der Titel verrät: Wertloses wird zu Schätzbarem, die Kraft von Farbe, Form, Material und Symbol wirkt in den Dingen, setzt sie miteinander in Verbindung und erzählt Geschichten, sinnfrei und voller Bedeutung.

TRASH AND TREASURES
RAUM B1
Bahnhofsplatz 1 in Utting

Vernissage 7.Oktober 17 Uhr mit Futter für Körper und Geist- und was auf die Ohren.
Die Künstlerin ist da, vielleicht auch präsent: 8. bis12. Oktober von 19 – 21Uhr.

Ausstellung: Claus Bastian war Häftling Nummer eins in Dachau

Artikel Landsberger Tagblatt, Seite 27, 23. August 2018

In Utting erinnert eine Ausstellung an Claus Bastian.

Bild: Andlauer

Erinnerungen des Malers und Juristen, der in Utting seine Kindheit verbrachte sind im Raum B1 ausgestellt. Ein Ort für Kunst, Kultur und Begegnungen.

Von  Dagmar Kübler

Fährt man die Bahnhofstraße in Utting Richtung See, führt der Weg direkt zu einem markanten Ensemble aus hohen Kiefern und einem kleinen Flachdachhaus dazwischen. Mit seiner kräftigen rotbraunen Farbe bildet es einen lebhaften Kontrast und gibt dem Bahnhofsplatz ein mediterranes Flair. Das Schöne daran ist, dass seit Kurzem dort die Fenster einladend offen stehen. Denn in Utting gibt es einen neuen Raum für Kultur. Harry Sternberg, geboren in Niederbayern, Uttinger seit rund 25 Jahren, Fotograf und Mitbegründer des Kulturforums Utting, hat das ehemalige Fremdenverkehrsamt zum Ort für Kunst, Kultur und Begegnung verwandelt. Im Raum B1 will er wechselnde Ausstellungen zeigen, der Raum steht aber auch für andere Kulturschaffende offen. „Ausstellung: Claus Bastian war Häftling Nummer eins in Dachau“ weiterlesen

Das schwarze Schaf der Familie

Süddeutsche Zeitung, Starnberg, Seite 2, Kultur, 28. Juli 2018

Eine Ausstellung in Utting widmet sich Kindheitserinnerungen des Malers und Juristen Claus Bastian, der einst am Ammersee lebte und als Häftling mit der Nummer 1 im KZ Dachau registriert wurde

Von Katja Sebald

In Utting gibt es einen neuen Raum für Kultur: Harry Sternberg, selbst aktiv als  Fotograf und Künstler, hat das ehemalige Fremdenverkehrsbüro am Bahnhofsplatz für drei Jahre von der Gemeinde gemietet. Das „B1“ soll Plattform für künstlerische Ideen sein, auch Experimentelles kann dort stattfinden. „Ich habe mir damit einen Traum erfüllt“, sagte Sternberg bei der Eröffnung der ersten Ausstellung „Freiheit – Wagnis – Staunen, Kindheitserinnerungen an Utting“. Es handelt sich dabei um eine einerseits ortsgeschichtliche Dokumentation, andererseits um eine sehr persönliche Rückschau auf das Leben von Claus Bastian. „Das schwarze Schaf der Familie“ weiterlesen

Freiheit – Wagnis – Staunen

 

 

Mit der Ausstellung „Freiheit – Wagnis – Staunen, Claus Bastian, Kindheitserinnerungen an Utting“starte ich mein Kunst- und Kulturprogramm im Raum B1 am Bahnhofplatz 1 in Utting,dem ehemaligen Fremdenverkehrsbüro.

fienbork-design

In der Ausstellung werden Erinnerungen aus der Kindheit des Lebenskünstlers Klaus Bastian in Utting vor hundert Jahren gezeigt. Quelle sind Texte und Fotografien aus den Büchern von Anna Andlauer „ Du ich bin … der Häftling mit der Nummer 1“ und von Werner Weidacher „Utting am Ammersee. Das Dorf und seine Menschen in alten Aufnahmen“. Claus Bastians Sohn Stephan bereichert die Ausstellung mit Fotografien und Bilder. Er wird bei der Eröffnung anwesend sein. „Freiheit – Wagnis – Staunen“ weiterlesen