Sue Foer – »Floating Landscapes« 

Sue Foer – »Floating Landscapes« 
Malerei und Butoh Tanz
31. Juli – 16. August 2026 
im raumB1, Utting am Ammersee

Vernissage
Freitag, 31. Juli 2026, 19 Uhr
mit Butoh-Tanz Performance 

Es gibt Landschaften, die sich nicht auf einer Landkarte finden lassen. Sie entstehen im Körper, in der Erinnerung und in den kaum wahrnehmbaren Bewegungen zwischen Atem und Stille. Mit »Floating Landscapes« zeigt der von Joerg Staeger kuratierte raumB1 Sue Foers künstlerische Praxis in ihren beiden Ausdrucksformen Malerei und Butoh-Tanz. Gemeinsam eröffnen sie einen Raum, in dem Bild und Bewegung zu einer Sprache werden, die weniger erzählt als erfahren werden will.

Seit vielen Jahren beschäftigt sich Sue Foer mit dem japanischen Butoh, jener nach dem Zweiten Weltkrieg entstandenen Kunstform, die den Körper nicht als Instrument der Darstellung, sondern als Ort der Verwandlung begreift. Bewegung entsteht aus der Stille, folgt keinem festen Rhythmus und keiner Choreografie, sondern einem inneren Prozess. Der Körper wird zum Träger von Erinnerung, Vergänglichkeit und Veränderung. Zwischen Leben und Tod, Sichtbarkeit und Unsichtbarkeit öffnet sich ein Raum, in dem Identität nicht festgeschrieben ist, sondern sich fortwährend wandelt.

Dieselbe Haltung prägt ihre Malerei. In langsamen Arbeitsprozessen entstehen Farbschichten, die sich überlagern, wieder auflösen und Spuren früherer Entscheidungen und Erkenntnisse sichtbar werden lassen. Formen treten hervor, ohne sich vollständig zu definieren. Farbe wird zu Licht, Licht zu Atmosphäre. Das Bild bleibt offen und in Bewegung.

Der Titel Floating Landscapes bezeichnet keinen geografischen Ort, sondern einen Schwebezustand zwischen Erinnerung und Gegenwart, Körper und Landschaft, Sichtbarkeit und Entzug. Die Werke laden nicht zum Entschlüsseln ein, sondern zum Verweilen. Gerade ihre Offenheit eröffnet den Betrachtenden einen eigenen Erfahrungsraum.

Auch die Butoh-Performance versteht sich nicht als Ergänzung oder Illustration der Malerei. Beide Ausdrucksformen entspringen derselben künstlerischen Quelle. Was sich in der Performance als verlangsamte, oft kaum wahrnehmbare Bewegung entfaltet, erscheint in den Bildern als Schichtung von Farbe, Transparenz und Licht. Umgekehrt tragen die Gemälde die stille Präsenz des Körpers in sich. Tanz und Malerei begegnen sich als gleichwertige Ausdrucksformen einer gemeinsamen Praxis.

Transformation ist dabei nicht das Ergebnis einer Handlung, sondern ihre Voraussetzung. Weder Bilder noch Performance stellen Veränderung dar, sie sind Veränderung. Im Augenblick ihrer Begegnung entsteht ein Raum, in dem Körper, Farbe und Blick miteinander in Resonanz treten.

Floating Landscapes ist damit weniger eine Ausstellung als ein Zustand: ein Ort zwischen den Welten, an dem malerischen Strukturen, Körper und Zeit miteinander in Resonanz treten und die Grenzen zwischen Bild, Bewegung und Betrachter für einen Moment durchlässig werden. Die Ausstellung zeigt Sue Foers Malerei und setzt sie durch ausgewählte Performances sowie ein Künstlergespräch in einen lebendigen Zusammenhang. Nicht das einzelne Werk steht im Mittelpunkt, sondern das Wechselspiel zwischen Bild, Bewegung und Wahrnehmung, das sich mit jeder Begegnung neu entfaltet.

Sue Foer »Floating Landscapes« 
Malerei und Butoh-Tanz
Vernissage
Freitag, 31. Juli 2026, 19 Uhr
mit Butoh-Tanz Performance 

Geöffnet:
So 2. August 2026, 15-19 Uhr
So 9. August 2026, 15-19 Uhr
Butoh Talk: Gespräche mit Sue Foer

Finissage 
So 16. August 2026, 15-19 Uhr
mit Butoh-Tanz Performance 

Sue Foer

https://www.butoh-art.de/de/about-me

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