Barbara Burger-Tanck – ein Nachruf

Ein wunderbarer Mensch, eine Freundin und unsere liebe Uttinger Künstlerkollegin Barbara Burger-Tanck ist im Oktober im Alter von 84 Jahren verstorben.

Barbara Burger-Tanck ist 1938 in Ratibor/Oberschlesien geboren.

Nach ihrer Lehre als Handweberin studierte sie an der Kunstakademie Nürnberg bei Professor Stefan Eusemann Textildesign. Sie zog nach München und gründete eine eigene Werkstatt in der unterschiedliche Webarbeiten, Kirchenantependien nach eigenen Entwürfen entstanden.

Ihre Arbeiten waren in München, Berlin und Japan zu sehen. Seit 2004 lebte und arbeitete Barbara Burger-Tanck zusammen mit ihrem Mann dem Zeichner Martin Burger in Utting am Ammersee.

Barbara Burger-Tanck war Mitglied im Bayrischen Kunstgewerbeverein und jahrelang Teilnehmerin an den Kunsthandwerkermärkten in Sauerlach und Benediktbeuern.

In Utting hat sie in den letzten Jahren verschiedene Techniken entwickelt und mit unterschiedlichen Materialien experimentiert auch Siebdrucke auf Stoff und Papier. Bilder die aus farbiger Wolle komponiert mit durchsichtigen Plastikstreifen in kräftigen Farben gewebt wurden ergaben einen besonderen Lichteffekt. In einem Rahmen aufgezogen leuchten sie im Fenster wie Glasbilder. Neben den farbigen Arbeiten entstanden sechs fast farblose Tafeln. Wenn man näher herantritt und die Tafeln in verschiedenen Lichteinfällen betrachtet, werden sie lebendig. So wurden schwarzweiße Plastiktüten des Buchheimmuseums in Streifen geschnitten und unterschiedlich zum Webbild komponiert. Dadurch entsteht ein sehr grafischer Effekt.

Barbara Burger-Tanck war von Anfang an seit 2009 Teilnehmerin an den Uttinger Ateliertagen.

Sie arbeitete auch viele Jahre mit Kindern in München und nach dem Umzug nach Utting, in der „Schule der Phantasie“. Die Schule der Phantasie bietet künstlerische Freiräume für Spontaneität und Neugierde. Die Kinder werden zu Abenteuern mit Farben, Formen und Geschichten eingeladen.

Am 22.10.2022 verstarb nun die geschätzte Künstlerin, ein wunderbarer Mensch den wir nicht vergessen werden.

Fotos: Harry Sternberg

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